Startschuss für Bauarbeiten
Rund eineinhalb Jahre nachdem die Pfäffiker Gemeindeversammlung einem Kredit in der Höhe von 787’000 Franken für die Einführung einer Begegnungszone mit einer ganzflächigen Pflästerung auf der Seestrasse zugestimmt hat, geht es am 4. März mit den Bauarbeiten los. Um 8 Uhr morgens beginnen die Vorarbeiten, ab Mittag sollen die Baumaschinen zum Einsatz kommen. «Gemäss dem straffen Bauprogramm sollten die Arbeiten bis Ende Oktober 2019 abgeschlossen werden», sagt René Iten, Leiter des Bauamtes Pfäffikon.
Doch bevor die Arbeiten für den Strassenbau überhaupt in Angriff genommen werden können, müssen zuerst die Werkleitungen erneuert werden. Diese sind zum Teil über 70 Jahre alt. Auch die aus dem Jahr 1946 stammenden Wasserleitungen werden ausgewechselt. Dazu wird die Stromversorgung im gesamten Bereich erneuert und eine neue Erdgasleitung verlegt.
Keine «halbbatzige Lösung»
Während den Bauarbeiten muss die Seestrasse abschnittsweise gesperrt werden und ist somit nur noch teilweise befahrbar (siehe Box). Zudem werden die Geschäfte entlang der Seestrasse zum Teil erschwert oder kurzfristig auch nur über einen Hintereingang erreichbar sein. «Kurz und schmerzhaft» für das Gewerbe bezeichnete Bauvorstand Lukas Steudler (FDP) das Strassenprojekt im Herbst, als die Pläne öffentlich auflagen: «In Absprache mit allen Betroffenen haben wir uns unisono für eine möglichst kompakte Bauzeit ausgesprochen.» Alle seien der Meinung gewesen, dass sie lieber grössere Einschränkungen in Kauf nehmen, als eine «halbbatzige Lösung, die dafür länger dauert». Alle für den Bau Verantwortlichen würden sich jedoch immer bemühen, die Einschränkungen auf ein Minimum zu reduzieren.
Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 3,45 Millionen Franken – 1,8 Millionen zu Lasten der Gemeinde und 1,65 Millionen zu Lasten der Gemeindewerke. Rund eine Million des Betrages zu Lasten der Gemeinde kommt vom Kanton für den Wertausgleich eines Strassenabtausches, dazu kommen die von der Gemeindeversammlung genehmigten 787’000 Franken für das Gestaltungsprojekt mit einer ganzflächigen Pflästerung der Strasse und einer zusätzlichen Brunnenanlage. Der Rest sind von der Werkkommission gesprochene Ausgaben für Installationsarbeiten – dazu kommen Ausgaben von Dritten wie etwa Internetanbietern.
Strassensperrungen in drei Etappen
Die Zufahrten zur Seestrasse werden während der Bauarbeiten nur noch mit Einschränkungen möglich sein, da jeweils ein Teilabschnitt gesperrt werden muss. Die 1. Etappe (Uster/Tumbelenstrasse bis Zufahrt «Dorfmärt») soll im Juni fertiggestellt werden. Die 2. Etappe (Zufahrt «Dorfmärt» bis Kempttal-/Hochstrasse) wird bis zirka September dauern, bevor dann die Kempttal-/Hochstrasse für die 3. Bauetappe bis voraussichtlich Ende Oktober gesperrt werden muss.
