Es riecht nach frischem Holz, das Getöse von Baumaschinen erfüllt den hohen Raum, im Freien hebt ein Bagger einen Teich aus – mit jedem Tag nimmt das Naturzentrum Pfäffikon klarere Formen an. Seitdem im Oktober der Rohbau innerhalb von drei Tagen aufgestellt wurde, arbeiten die Handwerker nun am Innenausbau und den vielen Details, die im und am Naturzentrum versteckt sind. «Dazu gehören Nistkästen für Mauersegler und Zuschlupfe für Fledermäuse direkt über der Eingangstüre», sagt Antonia Zurbuchen. Sie ist seit dem 1. Oktober als Zentrumsleiterin angestellt. «Wir wollen hier auch zeigen, wie man ohne pompöse Bauarbeiten Lebensraum für Tiere schaffen kann.»
Kosten noch nicht ganz gedeckt
Ihr Büro ist momentan noch im Werkhof Irgenhausen untergebracht, bis sie ins Naturzentrum ziehen kann. «Seit Anfang Februar ist unser Team komplett, nun sind wir daran, die Geschäftsstelle aufzubauen und die Ausstellungsinhalte sowie die verschiedenen Angebote auszuarbeiten», sagt Zurbuchen. Sie leitet das Zentrum gemeinsam mit Stephie Burkart, dazu kommen drei Praktikantinnen.
«Die groben Arbeiten sind mittlerweile erledigt und wir liegen sowohl kostentechnisch als auch zeitlich im Plan», sagt Ernst Ott, Präsident des Vereins Naturzentrum. Dank eines erfolgreichen Crowdfundings und Zuwendungen von Stiftungen, dem Lotteriefonds, politischen Gemeinden oder Privaten konnte ein grosser Teil der Kosten für den Neubau des Naturzentrums in der Höhe von rund 2,8 Millionen Franken gedeckt werden (wir berichteten). «Wir hoffen, auch den letzten offenen Betrag von rund 300’000 Franken durch Spenden decken zu können.» Obwohl er vom grossen Interesse am Naturzentrum und den vielen Spenden aus der ganzen Schweiz begeistert ist, schwingt etwas Ernüchterung in seiner Stimme mit. «Vom lokalen Gewerbe kam enttäuschend wenig Echo zurück.»

