Frau Evangelisti, Sie sind von Beruf Chemielaborantin. Seit letztem Sommer haben Sie auch das Amt der Schulpräsidentin von Fehraltorf inne. Ein aussergewöhnlicher Werdegang. Wie kam es dazu?
Carmen Evangelisti: Als mein Sohn seinen ersten Schultag hier in Fehraltorf hatte, war ich von der Schule begeistert. Ich dachte mir «ein Job hier würde mir auch noch passen». Der Gedanke verflog dann aber wieder. Als dann die gesamte Schulpflege in Fehraltorf ausgewechselt und neue Leute gesucht wurden, habe ich mich genauer informiert und gemerkt: Das ist, was ich will. Dann ging es Schlag auf Schlag. Ende 2017 war klar, dass ich die Nachfolge von Beatrice Maier (DGF) antreten möchte.
Wie haben Sie sich in der Schule Fehraltorf eingelebt?
Carmen Evangelisti: Gut. Der Aufgabenbereich ist sehr gross und vielfältig. Man muss wissen, die Schulpflege besteht aus sechs neuen Personen. Es geht darum, die einzelnen Arbeitsweisen aufeinander abzustimmen, Prioritäten zu setzen und Punkt für Punkt gemeinsam abzuarbeiten. Wir gehen Schritt für Schritt voran.
Ihre Vorgängerin hatte im Frühling 2017 mit 23 Lehrerkündigungen zu kämpfen. Hat Sie dieser Vorfall vor Ihrem Amtsantritt abgeschreckt?

