Politik

Startschuss für Komplettsanierung ist gefallen

Die Abwasserreinigungsanlage (Ara) Fehraltorf-Russikon wird für 36 Millionen Franken umgebaut. Unter anderem entsteht eine Reinigungsstufe zur Elimination von Mikroverunreinigungen. Am Mittwochmorgen haben die Bauarbeiten mit dem symbolischen Spatenstich begonnen.

Startschuss für Komplettsanierung ist gefallen

«In vier Jahren steht in Fehraltorf eine der modernsten Kläranlagen der Schweiz, ja vielleicht sogar Europas.» Mit diesen Worten eröffnete Michael Blunschi am Mittwoch den Spatenstich zur Sanierung der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Fehraltorf Russikon. Blunschi ist Gesamtprojektleiter des Bauvorhabens. 

Seit 1963 wird im Industriegebiet Undermüli täglich Abwasser gefiltert und dann in die Kempt abgelassen. Künftig wird dieses Wasser noch reiner sein als bisher, wie Fritz Schmid, Präsident des Zweckverbands Ara Fehraltorf-Russikon und Vorsteher der Werke und Infrastruktur, erzählt. Es wird eine fünfte Reinigungsstufe zur Elimination von Mikroverunreinigungen errichtet. 

Auch der sonstige Ausbau ist umfassend: Vier neue Klärbecken zur biologischen Reinigung sowie zwei Becken zur Filterung und Beseitigung kleiner Substanzen im Zulauf sind im Projekt inbegriffen. Dazu sollen später ein neues Vorklärbecken sowie ein Betriebsgebäude samt Gebläsestation, Fällmittelstation, Lager und Büroraum entstehen. «Wir arbeiten hier an einem Generationenprojekt», hält Schmid fest.   

Kredit mit 90 Prozent Ja-Stimmen bewilligt

Eine Sanierung sei dringend nötig gewesen. «Die Bevölkerung wächst ständig. Während den letzten Jahren stiess die Ara immer wieder an ihre Kapazitätsgrenzen.» In Spitzenzeiten seien die Maschinen teilweise sogar überlastet gewesen. «Das ganze System war dementsprechend anfällig auf Schäden und nur schwer zu reparieren», so Schmid weiter.

Die Komplettsanierung der Ara Fehraltorf-Russikon wurde mit 36 Millionen Franken budgetiert. Am 26. November 2017 stimmten die Fehraltorfer und Russiker über das Grossprojekt ab und bewilligten den Kredit mit 90 Prozent Ja-Stimmen. Den Löwenanteil der Kosten, 26.5 Millionen Franken, bezahlt die Gemeinde Fehraltorf. Russikon übernimmt einen Anteil von 9.5 Millionen Franken. In vier Jahren soll dann die Eröffnung der neuen Ara gefeiert werden. Ziel ist, dass diese die nächsten 20 bis 25 Jahre bestehen bleibt.  

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