«Bauma ist sich an grosse Projekte gewöhnt!» Diese eher lakonisch geäusserte Bemerkung eines Besuchers an der kürzlichen Präsentation des Projektes «Depotareal Bauma 2020» trifft den Nagel genau auf den Kopf. Mit eben diesem Wissen nämlich hat sich eine Gruppe ambitionierter Dampfbahnmitglieder daran gemacht, einen Plan auszuarbeiten, der auch einer genaueren Prüfung standhält.
Baumas Gemeindepräsident Andreas Sudler ist besonders beeindruckt vom Engagement der beiden treibenden Kräfte Florian Vogel und Christian Schlatter. Dazu ist es gelungen, mit dem kantonalen Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) und der SBB zwei Partner ins Boot zu holen, die dem ganzen Vorhaben das erforderliche Gewicht verleihen. Aber worum geht es?
Mehr Platz zwischen der Töss und dem Bahnhof
Die Erhöhung des Perrons am Bahnhof Bauma erschwert den Zugang zum Depotareal nicht nur für die Dampfbahnbetreiber. Um dem Umstand der steigenden Beliebtheit der Museumsbahnen und den damit verbundenen immer höheren Besucherzahlen Rechnung zu tragen, ist eine Lösung dringend. Der Verein feierte am Tage der Präsentation exakt seinen 50. Geburtstag und der langjährige Präsident, Hugo Wenger, tritt dieses Jahr von seinem Amt zurück.
Dies sind also verschiedene Faktoren, die zu erweitertem Denken Anstoss gaben. Es zeigte sich, dass das AWEL im Sinne einer Revitalisierung der Töss und aus einem Hochwasserschutzgedanken heraus plant, dem Flussbett ab der Sternenberger Brücke mit einer Rechtsbiegung seinen ursprünglichen Verlauf zurückzugeben und so zwischen Töss und Bahnhof mehr Platz zu schaffen. Dank dieser Korrektur entsteht eine grössere Nutzungsfläche für das Depotareal.

