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Politik

Zwingli sei Dank: Das Ruftaxi-Angebot wird ausgeweitet

Die Gemeinde Maur baut das Ruftaxi-Angebot aus – obwohl es «kein durchschlagender Erfolg» ist.

Wer in Maur ausserhalb der Stosszeiten und am Wochenende auf den Bus wartet, tut dies vergebens – dann fährt keiner. ÖV-Nutzer können seit Ende 2017 auf ein Ruftaxi zugreifen (siehe Box). Nach dem Versuchsjahr, das bis Dezember 2018 dauerte, zieht die Gemeinde Bilanz: 128 Fahrten mit 159 Passagieren sind innerhalb eines Jahres zustande gekommen Das entspricht etwa 11 Fahrten pro Monat. Gemeindeschreiber Markus Gossweiler sagt dazu: «Das ist zwar kein durchschlagender Erfolg.» Die wenigen Fahrten würden aber gerade das Ruftaxi-Modell rechtfertigen, weil dies günstiger sei als beispielsweise ein Ausbau der bestehenden ZVV-Linie.

«Vor allem die Reformierte Kirche wollte eine erweiterte Fahrfrequenz.»

Markus Gossweiler, Gemeindeschreiber Maur

Auch die heutige Lösung kostet. Pro Fahrt zahlt die Gemeinde Nettokosten von 60 Franken für einen Fahrgast an den Anbieter, die Firma Taxi Service Küsnacht. Jeder weitere Passagier reduziert diese Kosten um fünf Franken. «2018 wurden knapp 7‘000 Franken für den Rufbus ausgegeben», sagt Gossweiler, «2019 ist ein Betrag von 20‘000 Franken im Budget eingestellt.»

Jede halbe Stunde eine Fahrt

Trotz der wenigen Fahrten wird das Angebot nun ausgebaut. War der Fahrdienst im letzten Jahr nur stündlich möglich, gibt es für die Passagiere nun den Halbstundentakt. Gossweiler sagt, dass vor allem die Reformierte Kirche eine erweiterte Fahrfrequenz wollte, damit die Leute zum Gottesdienst könnten. Das kirchliche Anliegen wird ausserdem mit Taxifahrten zur Haltestelle «Maur Kirche» unterstützt. Zudem bedient das Taxi neu die Station «Aesch, Im Brünneli».

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