Sie nehmen an einem Workshop zum Thema Städte- und Gemeindepartnerschaften in Zürich teil. Wie kam es dazu?
Marcel Wehrli: Thomas Binder, der Gemeindeschreiber von Gossau, hat das Präsidium der organisierenden Twincities World Tourism Association, (TCWA) übernommen - so kam ich an die Einladung. Das Thema Digitalisierung ist momentan in aller Munde und wird uns noch für längere Zeit beschäftigen. Es ist deshalb wichtig, dieses von allen Perspektiven zu betrachten. Der Workshop erschien mir sinnvoll – auch betreffend Datenschutz der Bewohner der Gemeinden und Städten.
Sie treffen heute Abend auf diverse Bürgermeister und einen Bildungsminister aus verschiedenen Ecken der Welt. Nervös?
Ich verspüre vor allem Vorfreude. Diese Begegnungen werden zu einer persönlichen Bereicherung.
Es geht darum, Städte- und Gemeindepartnerschaften stärken. Wie pflegt Fehraltorf diese?
Wir pflegen seit Jahren freundschaftliche Kontakte zur deutschen Gemeinde Stetten und haben schon Projekte in Avrig nahe Hermannstadt (Sibiu) in Rumänien begleitet. Unter anderem wurden alte Bibliotheksbücher zur Verfügung gestellt.
Weshalb ist die Kommunikation zwischen Gemeinden und Städten im digitalen Zeitalter so wichtig?
Es bietet sich die Chance einer völlig neuen Plattform. Kontakte im digitalen Raum können ein erster Schritt für spätere Besuche in Regionen auch abseits der Reisebüroempfehlungen sein.
Wo hat Fehraltorf da noch Verbesserungspotenzial?
Es wird Zeit, dass wir nächste Digitalisierungsschritte wagen. Dabei gilt es, sich nicht nur nach den eigenen Zielen zu richten, sondern auch Wünsche der Nutzer zu berücksichtigen. Die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften hat dazu eine Umfrage in den Gemeinden Horgen, Meilen, Russikon und Fehraltorf durchgeführt. Sobald diese ausgewertet und analysiert ist, können weitere Schritte geplant werden. Natürlich immer in Zusammenarbeit mit dem Kanton.

