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Politik

Die Digitalisierung macht auch vor Wanderwegen nicht Halt

Der Jakob-Stutz-Weg führt durch die Gemeinden Pfäffikon, Hittnau, Wila und Bauma, ist mittlerweile 18 Jahre alt – und den Verantwortlichen damit zu analog. Darum soll er in den nächsten Monaten ein moderneres Erscheinungsbild erhalten. Dafür sucht die Gemeinnützige Gesellschaft des Bezirks Pfäffikon nun Verstärkung.

21 Kilometer und 671 Höhenmeter über Stock und Stein von Pfäffikon nach Sternenberg: Das ist der Jakob-Stutz-Weg. Doch der Wanderweg, der 2001 im Rahmen der Feierlichkeiten zum 200. Geburtstag des Oberländer Volksdichters entstand, braucht dringend ein Update. Der technische Begriff ist angebracht, da die nötige Auffrischung der Informationstafeln, die entlang des Weges aufgestellt sind, auch digitaler Natur sein wird. «Der Weg entstand in der ‹Vor-Smartphone-Zeit›, die Ansprüche an Kulturwege haben sich entsprechend verändert», sagt Hansruedi Kocher, Präsident der Gemeinnützigen Gesellschaft des Bezirkes Pfäffikon (GGBP). 

Die Gesellschaft übernahm die Trägerschaft für den Jakob-Stutz-Weg im Frühling 2017. In der Folge wurde eine Kommission gegründet, die den Auftrag hat, den Weg weiterzuentwickeln und der Öffentlichkeit besser bekannt zu machen. Nun liegt ein erstes Vorprojekt vor, das drei Schwerpunkte umfasst. 

Theaterprojekt als Vision

Einer davon ist die Ergänzung der Informationstafeln mit QR-Codes – quadratische Codes aus weissen und schwarzen Quadraten, die mit dem Smartphone gelesen werden können. Somit können über die Tafeln noch viel mehr Informationen weitergegeben werde. «Diese können dann auch zu einem späteren Zeitpunkt, etwa nach der Wanderung zu Hause, eingesehen werden», sagt Kocher, der die Kommission präsidiert. «Die Erarbeitung dieser weitergehenden Informationen ist für die Kommission mit einem grossen Arbeitsaufwand verbunden.» 

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Aufbau eines Teams, welches mit Führungen das Wirken und die Epoche von Jakob Stutz im 19. Jahrhundert an Interessierte vermitteln soll. «In einem dritten Teilprojekt – das vorerst noch eine Vision darstellt – sollen Besucher dereinst entlang des Weges mit Theateraufführungen den Oberländer Dichter noch näher erleben können», sagt Kocher. 

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