Abo

Politik

Doppelte Absage für den Gemeinderat

Rekordverdächtige 308 Stimmberechtigte sagten an der Greifenseer Gemeindeversammlung zwei Mal deutlich Nein: Der Steuerfuss der Politischen Gemeinde wird nicht so stark erhöht, wie vom Gemeinderat beantragt. Und der Planungskredit für die Erweiterung und Sanierung der Schulanlage Breiti wurde abgelehnt.

Zwei Traktanden sorgten für einen Grossaufmarsch an der Greifenseer Gemeindeversammlung vom Mittwochabend: das Budget mit Steuerfuss sowie der Planungskredit für die Schulanlage Breiti.

Eigentlich hätten die beiden Traktanden schon an der für den 5. Dezember einberufenen Gemeindeversammlung behandelt werden müssen. Da der Andrang vor zwei Wochen aber zu gross war für die Kirche und dem Kirchgemeindehaus mit ihren rund 200 Plätzen, konnte eine gesetzeskonforme Durchführung der Versammlung nicht gewährleistet werden. Gemeindepräsidentin Monika Keller (FDP) verschob die Versammlung deshalb kurzerhand auf den 19. Dezember.

«Es geht nicht um die Umdekorierung der Liegestühle auf der Titanic.»

Monika Keller, Gemeindepräsidentin Greifensee (FDP)

Genügend Platz bot nun die Kantine der Mettler Toledo AG, in der sich am Mittwochabend rekordverdächtige 308 Stimmberechtigte einfanden. Keller begrüsste die Gäste mit dem Vergleich, dass es heute Abend «nicht um die Umdekorierung der Liegestühle auf der Titanic» gehe, sondern darum, dass «die Maschinen weiterlaufen und das Schiff weiterfahren kann». Die drohende Katastrophe stand somit im Raum.

Was Keller damit antönte, wurde den Stimmberechtigten im Laufe der folgenden vier Stunden Gemeindeversammlung bewusst: Für die anstehenden hohen Investitionen steht praktisch kein Geld zur Verfügung. Mit einer Steuerfusserhöhung wollte der Gemeinderat das Problem etwas entschärfen.  

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?