Die Wände der Wohnung von Dajana Ikanovic sind voll mit bemalten Leinwänden. Eine zeigt ein Gesicht einer Frau, das in Farbe verläuft. Auf einem anderen Bild sieht man das Meer unter bewölkten Himmel, im Hintergrund ist ein Gebäude sichtbar. «Das war mein erstes grosses Bild, das ich gemalt habe», sagt Ikanovic und zeigt auf jenes mit dem Frauengesicht. «Es soll eine gute Freundin von mir darstellen.»
«Ich möchte mir mit dem Geld das Kunststudium an der Visual Art School in Basel ermöglichen.»
Dajana Ikanovic, Künstlerin aus Illnau-Effretikon
Insgesamt haben sich 35 Kunstwerke in der Wohnung der 25-Jährigen angesammelt. Diese stellt sie am Donnerstag, 29. November, in der Galerie Peyer Fine Art in Zürich aus (siehe Box). Ikanovic hofft, dass sich alle 35 Bilder verkaufen lassen: «Ich möchte mir mit dem Geld das Kunststudium an der Visual Art School in Basel ermöglichen.»
Malen nach Zusammenbruch
Dajana Ikanovics Weg zur Kunst war holprig. «Ich malte als Kind schon immer gerne, das war es dann aber auch schon», erzählt sie. Bis sie vor vier Jahren einen emotionalen Zusammenbruch hatte und in einer psychiatrischen Klinik untergebracht wurde. Seither lebt sie von der Invalidenversicherung, kurz IV.

