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Ärztekittel im Parkhotel Wallberg

Letztes Wochenende verwandelte sich die Bühne im Parkhotel Wallberg in ein Arztzimmer, denn die Theatergruppe Kindhausen probte dort intensiv für ihre aktuelle Produktion «Alles uf Chrankeschii». Die Premiere findet am 9. November statt.

Die Theatergruppe trifft sich zwei Mal pro Woche für die Proben., Die Theatergruppe trifft sich zwei Mal pro Woche für die Proben., Die Theatergruppe trifft sich zwei Mal pro Woche für die Proben., Die Theatergruppe trifft sich zwei Mal pro Woche für die Proben., Die Theatergruppe trifft sich zwei Mal pro Woche für die Proben.

Urs Weisskopf

Ärztekittel im Parkhotel Wallberg

Im Parkhotel Wallberg liefen letztes Wochenende einige im weissen Kittel herum. Dort wurde nämlich die aktuelle Produktion «Alles uf Chrankeschii» der Theatergruppe Kindhausen intensiv geprobt. Die Bühne wurde dafür zu einem Arztzimmer umfunktioniert, in dem so ziemlich alles drunter und drüber geht. Der Oberarzt Dr. med. Leo Leu, gespielt von Erhard Lang, muss sich auf eine wichtige Rede vorbereiten. Doch die Wahrheit über sein uneheliches Kind Felix droht ans Licht zu kommen. Fortan ist der aspirierende Chefarzt bemüht, diesen Umstand zu vertuschen. Zu Hilfe kommt ihm der Assistenzarzt Blättler, der gefügig den Vater vorgibt. Das Resultat ist ein heilloses Durcheinander.

«Jetzt geht grad nichts mehr ausser Herumalbern, dabei lief der Vormittag reibungslos.»

Bea Meier, Regisseurin

Trotz verpatzten Szenen und mehrmaligen Wiederholungen hatte das Ensemble sichtlich Spass während den Proben – für die Regisseurin Bea Meier war dies dann doch zu viel des Guten. Mit einer klaren Ansage forderte sie von ihren Leuten höchste Konzentration. «Jetzt geht grad nichts mehr ausser Herumalbern, dabei lief der Vormittag reibungslos», sagte sie zur Crew. Meiers Job ist anspruchsvoll. Es ist eine Gratwanderung zwischen Ansporn und Verheizung. «Trotz aller Ansprüchen muss ich mir stets bewusst sein, dass hier Laien-Schauspieler auf der Bühne stehen: Menschen, die eine ganze Arbeitswoche hinter sich haben», sagte sie. Meier hat viel Erfahrung. Seit 47 Jahren ist sie im Geschäft, zwar auch «nur» hobbymässig, wie die studierte Musikerin betont. 

Ein Klassiker des Theaters 

Die Theatergruppe Kindhausen hat sich für dieses Jahr nicht wenig vorgenommen, handelt es sich bei der aktuellen Produktion um ein bekanntes Theaterstück, das schon von Erich Vock gespielt worden ist. Für die Regisseurin ist dies ein zusätzlicher Anreiz. «Unsere Theatergruppe ist ambitioniert», sagt sie. 

Das Ziel der Theatergruppe ist es immer schon gewesen, hochstehende Unterhaltung zu bieten. Die Gruppe spendet nämlich sämtliche Einnahmen aus dem Ticketverkauf vom 22. November der Stiftung Sternschnuppe, welche Kinder mit Beeinträchtigung unterstützt. 

Schleichender Tod

Was beim Proben nach Spass aussieht ist ein aufwendiges Hobby. Seit Mai trifft sich die Gruppe zwei Mal pro Woche. Neu mit dabei ist der 17-jährige Yanick Zwald, welcher die Rolle des unehelichen Sohnes übernommen hat. Meier lobte seine Leistung. Sie wünscht sich ohnehin mehr Junge im Theater, denn sie fürchtet, dass sonst das Amateurtheater langsam aber sicher ausstirbt. Echte Ärzte braucht es vorerst nicht im Parkhotel Wallberg, denn gemäss Meier hat noch niemand Lampenfieber. Für die Premiere am 9. November laufe alles nach Plan. Auch ihr Puls schlägt zwei Wochen vor Aufführung noch im Normalbereich.  Ilaria Morado

Weitere Informationen zu den Spieldaten und Ticketreservation unter www.theater-kindhausen.ch

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