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Geplante Aufteilung begeistert nicht alle

Der Pächter des Esslinger Bauernhofes Im Loo geht Ende Jahr in Pension. Dass die Gemeinde den Hof im Anschluss nicht mehr als ganzen Betrieb verpachten will, stösst einem Alt-Kantonsrat sauer auf.

Auch die Landwirtschaftsmaschinen und das restliche Material wird bald weggeräumt. , Auch die Landwirtschaftsmaschinen und das restliche Material wird bald weggeräumt. , Auch die Landwirtschaftsmaschinen und das restliche Material wird bald weggeräumt. , Auch die Landwirtschaftsmaschinesollen auch die Landwirtschaftsmaschinen und das restliche Material weggeräumt werden. , Auch die Landwirtschaftsmaschinen und das restliche Material wird bald weggeräumt.

Seraina Boner

Geplante Aufteilung begeistert nicht alle

Rund 30 Jahre ist es bereits her, als das Alters- und Pflegeheim Loogarten in Esslingen den Betrieb des benachbarten Bauernhofes abgab. Zwar ist die Gemeinde Egg noch immer die Eigentümerin des Hofes, aber dieser wird seither von der Familie Salzmann gepachtet. Doch Ende Jahr ist Schluss, Fritz Salzmann geht in die wohlverdiente Pension. 

«Vom Kanton wäre ich enttäuscht, wenn er dieser Parzellierung zustimmen würde.»

Hans Jörg Fischer, Alt-Kantonsrat

Was danach mit dem Betrieb geschieht, dazu gibt es im Dorf bereits Gerüchte. Der ehemalige SVP-Kantonsrat Hans Jörg Fischer, der heute im Loogarten wohnt, war selber lange Landwirt in Egg und sorgt sich um die Zukunft des Hofes. «Mit 20 Hektaren hat der Betrieb eine sehr grosse Fläche – solche Betriebe müssen geschützt werden, damit sie weiter eigenständig existieren können», sagt er.

Ihm sei jedoch zu Ohren gekommen, dass die Gemeinde das Land aufteilen und parzellenweise an mehrere Bauern verpachten wolle. «Vom Kanton wäre ich enttäuscht, wenn er dieser Parzellierung zustimmen würde.» Denn er wisse, dass es Bauern geben würde, die den Hof gerne als Ganzes übernommen hätten. «Ich hoffe nun, dass die Gemeinde Egg demnächst das Geheimnis lüftet, wie es mit dem Loogartenbauernhof weiter geht.» 

Neues Modell

Gemeindeschreiber Tobias Zerobin lässt die Gerüchte um eine Verstückelung des Landes schnell verpuffen. «Der Betrieb wurde ordnungsgemäss ausgeschrieben und ein Esslinger Landwirt, der bereits jetzt einen Hof betreibt, hat den Zuschlag erhalten.» In Zukunft soll der Betrieb jedoch in einem etwas anderen Modell erfolgen: Das Land und die Gebäude werden fortan getrennt verpachtet.

«Mit der Abgabe der Gebäude im Baurecht will die Gemeinde einen Teil des finanziellen Risikos abgeben, gleichzeitig aber den Weiterbestand des Betriebs ermöglichen», sagt Zerobin. Denn der Unterhalt der Gebäude fällt fortan dem Pächter zu. Gleichzeitig habe dieser die Möglichkeit, die Gebäudefläche für die landwirtschaftliche Nutzung allenfalls neu zu bebauen. Diese Parzellierung sei vom kantonalen Landwirtschaftsamt bewilligt worden. 

Obwohl Land und Gebäude ab dem neuen Jahr rechtlich getrennt sein werden, solle der Betrieb aber als Ganzes weiter bestehen. Beide Teile seien darum gemeinsam für die festgelegte Zeit von weiteren 30 Jahren an den Esslinger Landwirt verpachtet worden. «Die Verträge werden in den nächsten Tagen abschliessend unterzeichnet», sagt Zerobin. 

Versteigerung geplant

Für die Familie Salzmann ist die vom Gemeinderat beschlossene Lösung nicht optimal. Fritz Salzmann hätte es bevorzugt, wenn eine neue Betreiberfamilie den Hof mit seinem Inventar gesamthaft übernommen hätte, sagt er. «Nun müssen wir den ganzen Betrieb aufwändig ausräumen. Die Tiere sind bereits verkauft.» Sein Material und seine Maschinen wird er am 17. November ab 9 Uhr auf dem Hof versteigern. 

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