Der Garten von Trudi Lauber in Dübendorf besticht durch Rosenstauden, vereinzelten Bäumen, Blumen und vielen Sträuchern. Was nicht in das fast idyllische Bild passt ist ein bräunliches, trockenes Rasenstück. Erst bei genauerem Hinsehen fallen kleine Löcher in der Erde auf. Sie stammen von Füchsen, wissen Lauber und ihre Nachbarin Renee Ablasser. Denn eine Fotofalle, die mehrere Wochen im Garten installiert war, hat die pelzigen Täter überführt.
Lauber und zwei befreundete Nachbarinnen streifen mit besorgter Miene über das Grundstück und deuten immer wieder auf die rund zehn Zentimeter breiten Löcher. « Wenn ich sie ausfülle sind in wenigen Tagen wieder neue da » , sagt Trudi Lauber. Deshalb mag sie den Rasen nicht neu begrünen.
Ein Stadt-/Land-Problem?
Urs Philipp von der Fischerei- und Jagdverwaltung des Kantons Zürich verfügt zwar nicht über genaue Zahlen zur Fuchspopulation in den einzelnen Gemeinden des Kantons und kann deshalb auch nicht sagen, ob sich mehr Tiere im Siedlungsgebiet von Dübendorf oder von Bauma verirren. Er geht aber davon aus, dass die städtischen Gebiet für Füchse attraktiver als die ländlichen sind: Grund: «In Städten liegt einfach mehr Abfall herum. In Zürich kann man Füchse an Bushaltestellen mitten in der Stadt antreffen, weil Leute halb verzehrte Hamburger in den Müll geschmissen haben.» Gemäss Philipp kann ein Stadtfuchs mit dem täglich anfallenden Abfall von drei bis vier Haushalten gut überleben.

