Fremdknutschen beim «Bachelor»
Was ist schlimmer, als mit einer Horde Frauen in einem Speedboat zu sitzen? Genau. Die Angst, dass eine Welle die Frauen überspült und unter ihren Make-Up-Schichten völlig neue Persönlichkeiten zum Vorschein kommen. Doch «Bachelor» Clive Bucher hatte zu Beginn der zweiten Folge Glück: Es gab keine abgeschminkten Überraschungen.
Von den beiden Kandidatinnen aus der Region, Julia aus Nänikon und Seda aus Winterthur, war keine dabei. Die beiden waren mit einer viel wichtigeren Aufgabe beschäftigt – sich das beste Zimmer zu krallen. Keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, mit welchen Mitteln die Frauen kämpfen: Schimpfwörter, fliegende Kissen und Tanzeinlagen.
«Isch das de Chleiderschrank? Shit, zieh der das ine!»
Seda, Teilnehmerin aus Winterthur
Seda entschied dann sehr schnell, sehr weise: «De Gschider git nah. Mir hend das nöd nötig.» und suchte sich mit Yvi aus Deutschland ein eigenes Zimmer – und konnte es kaum fassen, einen Kleiderschrank anzutreffen. «Isch das de Chleiderschrank? Shit, zieh der das ine!» (Anm. d. Redaktion: Es handelte sich um einen stinknormalen Kleiderschrank. Drei Schubladen plus Ablagefläche. Wo sie sonst wohl ihre Kleider verstaut?)
Sportredaktor Florian Bollis erstes Mal:
Schlimme Vergangenheit und Fake-Lippen
Während sich Seda kaum mehr beruhigen konnte, hatte sich Julia aus Nänikon einen der ruhigsten Plätze der Insel gesichert: Die Hängematte am Strand. «Die andere sölled strite, das isch mir z’viel worde. Ich schlaf die nächste Täg da.» Spirituell, wie man die Julia eben kennt. Wie sie das wohl mit dem Styling macht, so ganz ohne Spiegel?
Von den beiden Ladies aus der Region musste sich am ersten Abend aber sowieso keine um ihr Aussehen kümmern: Die Einzeldates erhielten Ana und Mia. Ja, die Brüste-Mia. Nein, wir verstehen es auch nicht. Langer Rede kurzer Sinn: Nach langem Blabla um die schwierige Vergangenheit der beiden wurde geknutscht. Und wir fragen uns alle: Spüren die beiden bei Mias aufgespritzten Lippen überhaupt etwas?
Apropos Knutschen. Ist Clive nicht da, wissen sich die Kandidatinnen zu helfen. Rapperin Bellydah war in grosser Sorge, dass sie, wenn es soweit kommt, den Bachelor nicht richtig küsst. Um zu üben, schnappte sie sich Mona. Natürlich nicht unbeobachtet: Yvi und Ana trauten ihren Augen kaum; aus Eifersucht oder wirklichem Schock kann ich leider nicht beurteilen.
Clive, 26, nicht verklemmt
Einige Küsse und Zickenkriege später stand bereits die zweite Nacht der Rosen auf dem Tagesplan. Von 17 Frauen konnten drei ihre Koffer bereits wieder packen. Julia kam ohne grosses Tamtam weiter. Auch Seda konnte sich eine Rose abholen und darf ihren Schrank noch mindestens eine Woche geniessen. Und nein, ich meine nicht Clive damit.
Die beiden Knutschverrückten Bellydah und Mona wurden vom Bachelor verwarnt: «Ich bin ja wirklich nicht verklemmt. Beweist mir aber möglichst schnell, dass ihr wegen mir hier seid.»
Nach Hause fliegen mussten Yvi aus Deutschland, Jane aus Bern und Nicole, ebenfalls aus Bern.

