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Politik

Gutenswiler kämpfen gegen Gestank in ihrer Ortschaft

Seit Jahren werden grosse Teile von Gutenswil regelmässig von Gestankwolken überrollt. Die nahe Schweinemast mit dazugehöriger Biogasanlage ist die hauptverdächtige Quelle. Dass trotz diverser Massnahmen bisher keine Besserung einsetzte, frustriert sowohl Anwohner als auch Behördenvertreter.

«Oft erwachen wir mitten in der Nacht, weil es so fürchterlich stinkt», sagt Albert von Rohr. «Obwohl wir das Fenster schliessen, können wir den Rest der Nacht nicht mehr schlafen, da der Gestank schon im Haus drin ist.» Von Rohr ist mit seiner Frau vor einem Jahr nach Gutenswil gezogen. «Erst als wir das Haus bereits gekauft hatten, realisierten wir, dass es in Gutenswil ein Gestankproblem gibt, das unsere Lebens-, Wohn- und Schlafqualität massiv beeinträchtigt.» 

Regelmässig zieht ab 20 Uhr in den Abend- und Nachtstunden ein beissender Geruch durch die Volketswiler Aussenwacht – und dies schon seit Jahren, wie Von Rohr von seinen Nachbarn erfahren musste. «Wir können unseren Garten am Abend gar nicht geniessen. Manchmal müssen wir während des Abendessens ins Haus fliehen, da man meint, man habe vor sich Schweinegülle im Teller.»

Erste Beschwerden bereits 2002

Alles deute darauf hin, dass die Gerüche vom nahe gelegenen Schweinemasthof mit dazugehöriger Biogasanlage stammen. Der Hof besteht seit rund 20, die Biogasanlage seit rund zehn Jahren. Ivano Celia wohnt seit über fünf Jahren in Gutenswil und kennt das Problem deshalb schon länger. Seit zwei Jahren werde es immer schlimmer, in den letzten Monaten sei die Situation schliesslich nicht mehr zum aushalten gewesen. «Landwirte zu kritisieren, ist immer heikel», sagt Celia, der selber auf dem Land aufgewachsen ist. «Aber hier hat man das Gefühl, ein einziger Bauer hat mehr Rechte als ein ganzes Dorf.» Ansonsten hätte man die Anlage längst still gelegt. Erste Beschwerden von belästigten Anwohnern seien nämlich schon 2002 schriftlich dokumentiert.

«Als Betreiber würde ich mich doch schämen und alles daran setzen, dass dieses Problem gelöst wird.»

Albert von Rohr, Anwohner

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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