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Politik

SP-Bezirksrat wirft eigener Partei mangelnde Solidarität vor

Bezirksrat Ludi Fuchs soll sich an einer SP-internen Veranstaltung kritisch über die Arbeit des Stadtrates geäussert haben. Dies gipfelte in einer Aufsichtsbeschwerde gegen Fuchs. Ein Jahr später entfaltet sich daraus ein öffentlicher Zwist in der Ustermer SP.

«Kann Schweigen eine Strategie für die SP sein? Ist hier nicht mehr Solidarität mit unseren beiden angeklagten Mitgliedern gefordert? Machen wir es uns nicht zu leicht, diese Geschichte in den juristischen Bereich abzuschieben – wohlwissend, dass es sich dabei um eine politische handelt?» Diese Fragen stellt Ludi Fuchs (SP) gemeinsam mit zwei weiteren Parteikollegen auf der Website spu.diskussion.info, die seit einem Tag aufgeschaltet ist.

Sie fordern die offene und transparente Diskussion über die Vorkommnisse im Zusammenhang mit der Strafanzeige in Sachen Federas-Bericht gegen Schulpräsidentin Patricia Bernet (SP), sowie der Strafanzeige und der Aufsichtsbeschwerde gegen Bezirksrat Fuchs, die der Ustermer Stadtrat vor einem Jahr eingereicht hat (wir berichteten)

Auf der Website sind neben diversen Zeitungsartikeln zum Thema sowohl der umstrittene Federas-Bericht als auch die Dokumente zur Strafanzeige und die Aufsichtsbeschwerde aufgeschaltet. Damit wird ersichtlich, warum letztere im Herbst 2017 vom Stadtrat eingereicht wurde: Fuchs habe sich anlässlich der Parteiversammlung der SP Mitte September 2017 «lauthals und sehr pointiert über das seines Erachtens inadäquate und geradezu tragisch schlechte Verhalten der städtischen Exekutive» geäussert. Er habe durch den Präsidenten der Ustermer SP «geradezu gemassregelt werden» müssen, sich vor den anwesenden Parteimitgliedern nicht weiter über die Arbeit des Stadtrates negativ zu äussern. 

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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