Zu viel Konkurrenz, Verluste bei Schlüsselprojekten, Margenzerfall: Am Donnerstagmorgen informiert die Hirzel Bauunternehmung AG mit Sitz in Wetzikon per Medienmitteilung, dass sie konkurs sei. Die Firma beschäftigte zuletzt 67 Mitarbeiter und gehörte damit zu den grösseren Unternehmen in Wetzikon. Zudem war die Traditionsfirma seit weit über 100 Jahren in der Region ansässig und unter anderem für den Bau der Wetziker Kirche verantwortlich.
In der Medienmitteilung erklärt der Verwaltungsrat der Hirzelbau das Ende der Firma mit den eingangs erwähnten Schlagworten. Laut Mediensprecher Sacha Wigdorovits ging es insbesondere um zwei grosse Projekte im Oberland, die nicht so gelaufen sind, wie sich das die Firma erhofft hatte. «Es sind unerwartet deutlich mehr Kosten zu eigenen Lasten entstanden.»
Preisdruck in der Region
Wigdorovits sagt, die beiden Projekte seien natürlich nicht der einzig ausschlaggebende Grund für den Niedergang der Firma gewesen. So bringt er etwa die harte Konkurrenzsituation im Zürcher Oberland ins Spiel. «Die Firma war auf den Wohnungsbau in der Region spezialisiert, aber im Oberland gibt es mittlerweile eine grosse Konkurrenz, weil es eine sehr attraktive Wohnregion ist.» Diese habe zu einem Preisdruck geführt.
Man habe zwar in den vergangenen Jahren verschiedene Massnahmen zur Stabilisierung und Verbesserung der Rentabilität realisiert, seit 2015 habe die Hirzelbau dennoch stets Verluste eingefahre. Einige der Massnahmen waren etwa Weiterbildungen von Personal gewesen, wie auch die Einführung neuer Geschäftstätigkeiten wie der Kundenregie oder dem Einstieg im Tiefbau.

