18’000 Fahrzeuge verkehren jeden Tag auf der Kempttalstrasse durch Fehraltorf. Damit zählt die Hauptstrasse zu den am stärksten befahrenen Achsen im Kanton. Die Belastung hat dem Belag stark zugesetzt. Die Strasse soll deshalb umfassend saniert werden. Geplant sind unter anderem eine neue Lichtsignalanlage, Abbiegespuren, ein verlängerter Rad- und Gehweg, eine Schutzinsel und die Verlegung einer Bushaltestelle.
Einsprachen und Verhandlungen haben dazu geführt, dass die Kempttalstrasse im Dorfzentrum erst zwei Jahre später saniert wird. Neun Einsprachen sind zum Projekt insgesamt eingegangen. Bei sechs wurde eine Lösung gefunden, drei wurden teilweise gutgeheissen. Konkrete Angaben dazu macht der Kanton aufgrund des Persönlichkeitsschutzes nicht.
Ende August hat der Regierungsrat einen Kredit von 8 Millionen Franken bewilligt. Gemäss der Baudirektion soll die Bauzeit nicht wie früher angenommen 15 Monate, sondern neu nur noch ein halbes Jahr dauern. Der Baustart wurde um zwei Jahre nach hinten geschoben und ist im Frühling 2020 vorgesehen. Grund dafür waren Einsprachen von Gewerbetreibenden und die darauffolgenden Einigungsverhandlungen.
Einbussen erwartet
Noch ist nicht im Detail klar, wie die Bauarbeiten ablaufen und ob eine Vollsperrung und eine Umfahrung nötig sein werden. Richtig glücklich scheint das Fehraltorfer Gewerbe mit den Plänen des Kantons aber nicht zu sein. Die Sanierung sei zwar nötig, bedeute für die Gewerbler aber Ungewissheit, sagt Ursula Weiss, Präsidentin des Gewerbe-und Industrievereins Fehraltorf. Trotzdem machen sich Gewerbler, die an der Kempttalstrasse ein Geschäft führen, bereits jetzt Gedanken, wie sie während der Bauzeit wirtschaften wollen.

