Grüngut kommt Ustermer teurer zu stehen
Verursacherprinzip heisst das Zauberwort in der nationalen und kantonalen Abfallentsorgung. Auch die Stadt Uster richtet sich mit ihrem neuen Gebührenmodell an diese Vorgaben. Allerdings brauchte der alte Stadtrat für diesen Schritt einen kleinen Anstoss des Preisüberwachers (siehe Box). Neu werden die Grundgebühren für die Müllentsorgung nicht mehr wie bisher pauschal pro Wohnung, sondern pro erwachsene Person erhoben, wie die Stadt in einem Schreiben mitteilt. Zusätzlich wird mit dem neuen Tarif zwischen Wohnung und Einfamilienhaus unterschieden. Jeder Erwachsener in einer Wohnung muss 35 Franken bezahlen, in einem Ein- oder Reihenfamilienhaus kostet die Grundgebühr ab dem 1. Januar 2019 pro Person 60 Franken. Bisher galt in beiden Fällen eine Grundgebühr von 67 Franken pro Wohneinheit.
Teurer für Paare
Eine gute Nachricht für Ustermer Singles, die in Wohnungen leben. Teurer wird’s somit unter anderem für Paare und Familien in einem Einfamilienhaus (siehe Grafik). Die Ustermer Einfamilienhausbewohner sind aber mit einer Quote von 17,5 Prozent klar in der Minderheit. Für die Mehrheit der Ustermer Bevölkerung falle ab dem nächsten Jahr gleich viel oder weniger Grundgebühren an, teilt die Stadt mit. Doch Karin Fehr, Abteilungsvorsteherin Gesundheit der Stadt Uster, räumt ein: «Diese Aussage stimmt nur, wenn man bei einem Zweipersonenhaushalt, einem minimalen Aufschlag von drei Franken pro Jahr als ‹gleich viel› einstuft.»
Grüngut-Entsorgung kostet

