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Ustermer Sportvereine kämpfen mit Platznot

Zahlreiche Sportclubs teilen sich die Ustermer Sportanlagen. Dabei kommen sie nicht immer gleich gut aneinander vorbei. Für einige Vereine ist eine Optimierung absehbar, andere suchen seit Jahren nach einer Lösung.

Die Turnhalle des Schulhauses Gschwader ist während des Trainings des Boxclubs immer gut gefüllt., Die Turnhalle des Schulhauses Gschwader ist während des Trainings des Boxclubs immer gut gefüllt., Die Turnhalle des Schulhauses Gschwader ist während des Trainings des Boxclubs immer gut gefüllt., Die Turnhalle des Schulhauses Gschwader ist während des Trainings des Boxclubs immer gut gefüllt., Die Turnhalle des Schulhauses Gschwader ist während des Trainings des Boxclubs immer gut gefüllt., Die Turnhalle des Schulhauses Gschwader ist während des Trainings des Boxclubs immer gut gefüllt., Die Turnhalle des Schulhauses Gschwader ist während des Trainings des Boxclubs immer gut gefüllt. , Die Turnhalle des Schulhauses Gschwader ist während des Trainings des Boxclubs immer gut gefüllt., Die Turnhalle des Schulhauses Gschwader ist während des Trainings des Boxclubs immer gut gefüllt.

André Gutzwiller

Ustermer Sportvereine kämpfen mit Platznot

«Wenn es so weitergeht, haben wir Ende Jahr gar keinen Platz mehr.» Urs Walder, Präsident des Boxclubs Uster, freut sich, dass sein Verein immer mehr Mitglieder anzieht, doch während des Trainings sei es bereits seit längerem eng. Zu eng. «Seit Jahren suchen wir nach einer neuen Raumlösung, bisher ohne Erfolg.» Der Boxclub trainiert aktuell drei Mal pro Woche in der Turnhalle des Schulhauses Gschwader. Gerne würde man zusätzliche Räume im Keller des Gebäudes übernehmen, doch das habe bisher nicht geklappt. 

«Den langjährigen Mitgliedern löscht es langsam ab.»

Urs Walder, Präsident Boxclub Uster 

Zwar würden sich die Sportler im Freien einwärmen und zum Beispiel joggen gehen. Doch für das eigentliche Boxtraining brauche es Equipment wie Boxsäcke, die in einer Halle aufgehängt werden müssen. «Wer neu bei uns ins Training kommt, stört sich weniger ob der engen Platzverhältnissen», sagt Walder. «Aber den langjährigen Mitgliedern löscht es langsam ab. Das ist schade.» 

Viel Verkehr auf der Laufbahn

Doch nicht nur in den Ustermer Hallen ist es zuweilen eng. Der Leichtathletikclub Uster trainiert hauptsächlich auf der Sportanlage im Buchholz, doch müssen sie die Rasenfläche und teilweise auch die Bahn mit anderen Vereinen teilen.  «Gerade beim Wurftraining ist es wichtig, dass die Rasenfläche frei ist, da dies zur Zeit die einzige Möglichkeit ist, überhaupt ein solches Training durchzuführen», sagt Vereinspräsident Michael Billich. Führt etwa der Fussballclub eine Meisterschaft durch, habe dieser Vorrang und der Leichtathletikclub müsse ausweichen.

Anders siehe die Situation auf der Laufbahn aus. Auf dieser sind die Leichtathleten angewiesen, dass diese soweit wie möglich frei ist, damit die Läufer ungehindert trainieren können. «Aber die Mitglieder von anderen Clubs benutzen sie ebenfalls für Aufwärmrunden», sagt Billich. Hier gelte es, das Gespräch zu suchen, um die anderen Vereine zu bitten, ihre Joggingrunden im Wald auf dem Vitaparcours oder Finnenbahn zu drehen.

Träumen vom Kraftraum

Eine Optimierung der Situation ist beim Unihockeyclub Uster in Sicht. Dieser trainiert zurzeit in der temporären Turnhalle im Buchholz, wird bei der Fertigstellung des Bildungszentrums dann aber dort einziehen. Er ist einer der Vereine, der sich oft im Freien aufwärmt. «Man muss einfach miteinander reden, dann kommt man schon aneinander vorbei», sagt Vereinspräsident Michael Reimann. Bei einem Rasen oder einer Laufbahn sei es natürlich schwieriger, sich Platz zu verschaffen als bei einer Halle, die reserviert und dann auch abgeschlossen werden kann. Obwohl Reimann mit dem Umzug zurück ins Bildungszentrum bereits mit einer Entspannung der Raumsituation in Uster rechnet, wagt er noch weiter zu träumen: «Ein Kraftraum für die Sportvereine wäre natürlich toll!» 

«Wir müssen sogar wieder Wartelisten einführen.»

Philippe Walter, Präsident Schwimmclub Uster Wallisellen

Ein etwas andere Art von Platznot zeichnet sich beim Schwimmclub Uster Wallisellen ab. «Wir haben herrliche Rahmenbedingungen, unser Jammern ist auf sehr hohem Niveau», sagt Vereinspräsident Philippe Walter. In den eineinhalb Jahren, in denen der Schwimmclub nun im neuen Hallenbad in Uster trainiert, sei die Mitgliederzahl von rund 200 auf 400 angestiegen. «Wir müssen sogar wieder Wartelisten einführen», sagt Walter. Bereits 14-jährige Schwimmer würden rund vier bis fünf Mal pro Woche trainieren – Spitzensportler, die unter anderem an Europameisterschaften mitmachen, gar bis zu elf Mal. Würde ein zweites Hallenbad in derselben Grösse gebaut, würden sie es bereits jetzt ebenfalls fast füllen können. «Aber irgendwo muss man einen Strich ziehen. Denn Platznot ist auch ein Zeichen von Erfolg.»

Was auf alle Vereine zutrifft: Sind die Trainingsmöglichkeiten beschränkt, leidet die sportliche Leistung. Darum will auch Urs Walder vom Boxclub Uster nicht aufgeben. «Boxen liegt nach wie vor im Trend», sagt er. «Vor zwei Jahren hatte ich gedacht, die Spitze sei erreicht, doch das Interesse steigt weiter an.» Die Mitgliederbeiträge zu erhöhen, um sich ein anderes Trainingslokal leisten, ist für ihn nach wie vor keine Option. «Wer weiss, wann der Trend zu Ende ist.» 

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