Kinder in bunten Gummistiefeln beobachten mit grossen Augen den Monstertruck, der sich vor ihnen aufbäumt. «Papi, gibt es Autos, die noch grösser sind?», fragt ein siebenjähriger Junge. Ich stehe etwa drei Meter vom besagten Monstertruck entfernt und beobachte das Treiben an den Oldtimerclassic in Hittnau. Das Publikum ist auch am zweiten Durchführungstag durchmischt.
«Es freut mich jedes Mal aufs Neue, so viele Generationen begrüssen zu dürfen», schwärmt Urs Frei. Der 75-Jährige ist Medienverantwortlicher der Oldtimerclassic, Mitglied beim Motorsportclub Hittnau (MSC) und seit über 20 Jahren an vorderster Front beim Event dabei.
Dort, wo sich Ziel und Start der Rundstrecke befinden, drücken die Rennfahrer aufs Gaspedal. In der darauffolgenden Kurve driften die aufgemotzten Oldtimer um die Kurven, jeder bremst noch ein bisschen später. Reifen quietschen, die Autos hinterlassen schwarze Spuren auf dem Asphalt. Motoren heulen laut auf. Benzingeruch liegt in der feuchten Luft.
Urs Frei blickt mit einem wehmütigen Blick auf das Geschehen. Er macht sich Sorgen um die Zukunft des Events. «Der Kanton möchte an besagter Stelle von Start und Ziel eine Fussgängerinsel bauen. Das wäre das Ende des Anlasses, die Insel könnte mit einer Geschwindigkeit von 200 Kilometern pro Stunde nicht passiert werden.»

