Holzhütten, ein UFO oder ein Feuer, das während den Öffnungszeiten immer brennt – auf dem Abenteuerspielplatz Holzwurm sind die Möglichkeiten vielfältig, es gibt sogar einen Bereich, in die Erwachsene keinen Zutritt haben. Er ist ein nicht ganz normaler Spielplatz, und das seit 40 Jahren.
Eines der Gründungsmitglieder des Vereins Holzwurm ist der Ustermer Alt-Gemeinderat Walter Strucken. In den 70er Jahren war er als Sozialarbeiter im Ustermer Jugendsekretariat angestellt. Gemeinsam mit dem Jugend- und Freizeithaus sowie der Pro Juventute entstand die Idee, während der 1200-Jahr-Feier der Stadt Uster im Jahr 1975 einen vorübergehenden Abenteuerspielplatz anzubieten. «Innerhalb von zwei Wochen war die erste Version des Spielplatzes aufgebaut», erzählt Strucken.
Definitiver Spatenstich 1979
Da es noch keine Bewilligung für eine permanente Installation gab, wurden die ersten Hütten aus Holzbrettern und Militärblachen teils unter der Beobachtung tränengefüllter Kinderaugen abgerissen. «Man musste abklären, ob das Bedürfnis für ein solches Angebot in Uster überhaupt langfristig besteht», sagt Strucken.
Die Elterngruppe, die am Stadtfest 1975 engagiert war, wollte das Projekt aufgrund der positiven Erfahrungen weiterziehen. Zuerst entstanden vereinzelte Ferienaktionen, dann wurden in den beiden Folgejahren erneut zeitlich befristete Abenteuerspielplätze auf der Wiese hinter der Brauerei aufgestellt. Der eigentliche Verein wurde dann erst 1978 gegründet und im Folgejahr erfolgte der Spatenstich für den definitiven Abenteuerspielplatz.

