Der ehemalige FDP-Nationalrat und langjährige Chefredaktor der Zürcher Oberland Medien AG, Oscar Fritschi, starb Anfang 2016 in Wetzikon, ohne Nachkommen zu hinterlassen. In seinem Testament verfügte er, dass eine Stiftung einen grossen Teil seines Vermögens erben und dieses nach seinen Vorgaben verteilen solle. Unter dem Namen Oscar Fritschi-Stiftung ist die Institution vor kurzem gegründet und ins Stiftungsregister eingetragen worden. Stiftungsratspräsidentin ist die Wetziker Treuhänderin Silvia Marti.
Hauptanliegen der Stiftung ist die Unterstützung von Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind. Vorgesehen sind einmalige und eher kurzfristige Vergabungen mit dem Ziel, dass der oder die Unterstützte nachher wieder allein über die Runden kommt, «nicht um wiederkehrende Zuwendungen», betont die Stiftungsratspräsidentin. Sie hofft auf Gesuche aus der näheren und weiteren Region. Denn: «Ausländische Projekte unterstützen wir nicht.» Das sei im Testament ausdrücklich so festgelegt.
Archäologie und historische Forschung
Daneben wollte Fritschi Anliegen fördern, denen zu Lebzeiten sein Interesse galt. In seinem Testament nennt der promovierte Historiker und ehemalige Oberst etwa die militärhistorische Forschung. Druckkostenbeiträge für eine entsprechende Dissertation oder Beiträge an eine Ausstellung kämen wohl in Frage. Fritschis letztes Engagement galt der Stiftung für Archäologie und Kulturgeschichte im Kanton Zürich. Auch sie soll für klar definierte Projekte einen Beitrag erhalten können.
«Wahl- und Abstimmungskämpfe gehören nicht dazu.»
Silvia Marti, Stiftungsratspräsidentin

