Politik

«Eine Vertikale zur Horizontalen»

Sie symbolisiert die andauernde Wiederkehr: Die «unendliche Säule» in Fehraltorf. Ihr Schaffer Antonio Fiacco ist froh, wurde sein Kunstwerk noch nie Ziel eines Vandalenakts. Leider stimme das nicht ganz, wie Walter Müller von der Chronikgruppe Fehraltorf weiss.

«Eine Vertikale zur Horizontalen»

Wer am Bahnhof Fehraltorf ein- oder aussteigt, dem ist die silberne Säule mitten auf dem Bahnhofplatz bestimmt schon aufgefallen. Die «unendliche Säule», wie sie ihr Schaffer, der Fehraltorfer Antonio Fiacco, benannt hat, steht bereits seit 23 Jahren dort.

Walter Müller, Mitglied der örtlichen Chronikgruppe, rekonstruiert die damaligen Ereignisse. «Fehraltorf wurde zum Kreuzungsbahnhof, deswegen musste ein zweites Gleis her. Der Umbau dauerte rund eineinhalb Jahre. Es war im Interesse der Gemeinde, dass ein Kunstwerk eines heimischen Künstlers den neuen Bahnhof schmücken soll.»

Von überall her sichtbar

Also wurde Antonio Fiacco angefragt. «Ich entschied mich für eine Säule, um der Horizontalen des Bahnhofs eine Vertikale entgegen zu setzen», so der Künstler, der mittlerweile in Italien lebt.

Es sei gar nicht so einfach gewesen, den richtigen Platz auf dem Bahnhofsgelände zu finden. Walter Müller erinnert sich, wie der Platz aus jedem Blickwinkel unter die Lupe genommen wurde. «Ob von der Bahnhofstrasse oder dem Busbahnhof: Die Säule sollte von überall her sichtbar sein.»

Schliesslich wurde der Platz zwischen Sitzbänken und Bahnhofsgebäude gewählt.

Eine zugeklebte Säule

Die «unendliche Säule» soll die Reise als Kommen und Gehen symbolisieren. «Der Name steht für die andauernde Wiederkehr», sagt Fiacco. Die Säule sei für ihn die schönste Skulptur in Fehraltorf. «Es freut mich, dass sie noch nie Ziel von Vandalismus wurde.»

Ganz korrekt sei das leider nicht, wie Walter Müller von der Chronikgruppe sagt. «Die Säule lädt Fangruppen verschiedener Art ein, ihre Kleber darauf zu platzieren.»

Der prominente Platz, direkt neben der Unterführung und den Sitzbänken, sei verführerisch für solche Aktionen. «Leider ist es ein nie endender Teufelskreis. Bleiben die Kleber auf der Säule, kommen immer neue dazu. Entfernt die Gemeinde die Kleber, wird die freigewordene Fläche aufs Neue zugepflastert.»  

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