Pfäffiker Badigäste vermissen den Sprungturm
Wasserratten und Adrenalinjunkies müssen während der aktuellen Saison auf den 3-Meter- Sprungturm im Strandbad Baumen in Pfäffikon verzichten. Der in die Jahre gekommene Sprungturm entsprach nicht mehr den heutigen Sicherheitsanforderungen und ist demontiert worden (wir berichteten).
Trotzdem ist das Strandbad gut besucht, wie Gemeindeschreiber-Stellvertreter Bennie Lehmann sagt. Negative Rückmeldungen zum fehlenden Sprungturm habe der Gemeinderat, wie auch das Badipersonal, keine erhalten. «Wir haben die Pfäffiker im Voraus informiert. Es war ihnen vor dem Saisonstart schon klar, dass sie auf den Sprungturm verzichten muss», sagt Lehmann.
«Den Pfäffikern war vor dem Saisonstart schon klar, dass sie auf den Sprungturm verzichten müssen.»
Bennie Lehmann, Gemeindeschreiber-Stellvertreter Pfäffikon
Neuer Turm wieder 3 Meter hoch
Der Gemeinderat bedauert zwar das Fehlen des Turms, ist aber zufrieden mit dem Verlauf des ganzen Projekts. Ziel ist es, im Sommer 2019 einen neuen Sprungturm einweihen zu können. «Aktuell sind wir im Gespräch mit dem Kanton wegen der Baubewilligung», sagt Lehmann.
Konkrete Infos, etwa zum Baustart, gebe es aber noch nicht. Klar ist nur, dass es sich beim neuen Sprungturm wieder um einen 3-Meter-Turm handeln wird.
Der Gemeinderat hat aus Kostengründen auf andere Varianten verzichtet und einen Ersatz der bisherigen Lösung bewilligt, wie Lehmann sagt. Die baulichen Massnahmen wären bei höheren Türmen wesentlich grösser, da der heutige Steg nicht für solche Gewichte ausgelegt ist. Offen wären zudem bewilligungstechnische Fragen wie auch der gesamte landschaftliche Kontext.
Eine Umfrage zeigt, dass das Fehlen des Turms nicht bei allen gut ankommt.
(Video: Chiara Coniglio)
Bei den Badibesuchern löst der fehlende Turm gemischte Gefühle aus. Dario Denzler etwa aus Wangen ist eigentlich ein grosser Fan des Strandbads – wenn der fehlende Turm nicht wäre. «Ich muss noch schauen, wie ich so den Sommer in der Badi überlebe», meint der 30-Jährige und lacht.
Für Teresa Pfister aus Pfäffikon ändert die Tatsache nichts an ihrem Sommer. «Meine Kinder sind sowieso noch zu klein, um runterzuspringen. In ein paar Jahren sieht das wahrscheinlich anders aus.»

