Dübendorf stinkt
In den letzten Tagen wurde die Stadt Dübendorf von einer eigenartigen Duftwolke heimgesucht. Über die sozialen Netzwerke diskutierten die Einwohner über den Gestank und stellten wilde Theorien über dessen Ursprung auf. Als erstes wurde der Duftstoffhersteller Givaudan verdächtigt, etwas mit der permanenten Geruchsbombardierung zu tun zu haben. Einige Dübendorfer wandten sich sogar mit schriftlichen Anfragen an die Firma.
Unklare Antwort
Die Antwort des Departements für Gesundheits- und Arbeitsschutz der Givaudan macht mittlerweile im Netz die Runde: Zwar gelinge eine Abluftreinigung von Aromastoffen noch nicht zu 100 Prozent und ungünstige Wetterlagen könnten eine Geruchsbelastung in der Umgebung der Fabrik auslösen. Eine klare Antwort, ob die Emissionen tatsächlich von der Fabrik stammen, gibt es jedoch nicht.
Andere vermuten, der Gestank kommt aus der Landwirtschaft. Durch die anhaltende Trockenheit würde der Boden die verteilte Gülle wohl nicht mehr richtig aufnehmen können, sie würde einfach an der Oberfläche bleiben. Diese Spur sollte sich als fruchtbar herausstellen.
Dünger ist der Schurke
Denn nun hat die Stadt Dübendorf auf ihrer Website eine Mitteilung veröffentlicht. Gemeinsam mit den zuständigen kantonalen Stellen sei die Abteilung Sicherheit der Stadtverwaltung aktuell intensiv mit der Klärung und Behebung des Problems beschäftigt. «Die bisherigen Abklärungen haben dabei ergeben, dass die Geruchsimmissionen nicht durch einen Industriebetrieb, sondern durch das Ausbringen von landwirtschaftlichen Düngeprodukten im Bereich des Schützenhauses Werlen verursacht worden sind», heisst es in der Mitteilung weiter. Detailabklärungen seien zurzeit noch im Gang. (lcm)
