Die Serie «Städteduell» wurde von züriost im Sommer 2018 lanciert. Über die Ostertage blicken wir auf die bisherigen Folgen zurück – danach geht es weiter mit dem knallharten Kampf der Ustermer Bezirksmetropolen.
Fertig «gschpürschmifühlschmi», jetzt kommen die harten Fakten auf den Tisch. Das statistische Amt müsste doch genaue Antworten liefern, ob es sich in Uster oder Dübendorf besser leben lässt. Zumindest quantitativ mehr gelebt wird in Uster – allein aufgrund der Bevölkerungsgrösse, mit knapp 35’000 Einwohnern ist die Stadt um 7000 Personen reicher als Dübendorf. Obs unter anderem an der gesunden Höhenluft in Uster liegt? Die Stadt am Aabach ragt um 24 Meter höher in den Himmel als die Stadt an der Glatt und diese Erhöhung scheint sich gesundheitlich positiv auszuwirken. Denn pro 1000 Einwohner sind in Uster im letzten Jahr nur 6,3 Personen gestorben – in Dübendorf 6,9. Doch beide Städte wachsen, und zwar nicht nur durch Zuzüger. Die Geburtenrate ist vergleichbar: Pro 1000 Einwohner kamen in Uster letztes Jahr 10,3 Kinder zur Welt, in Dübendorf 10,4.
In beiden Städten genau gleich hoch ist die Anzahl Heiraten, nämlich 5,7 pro 1000 Einwohner. Doch damit ist schon wieder fertig mit guten Nachrichten – zumindest für Dübendorf. Dort wurden nämlich gleichzeitig 2 Ehen pro 1000 Einwohner geschieden, in Uster nur 1,6. An was das wohl liegt? Der höheren Arbeitslosenquote (Uster: 3,1 Prozent, Dübendorf: 3,2 Prozent)? Fehlende Christliche Werte (Anteil an Katholiken plus Reformierte in Uster: 59,05 Prozent, in Dübendorf: 52,45 Prozent)?
Die Frage der Treue

