Arbeitsmarkt hellt sich weiter auf
19‘819 Personen waren Ende Juni bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) als arbeitslos gemeldet, 574 Personen weniger als im Vormonat. Dadurch reduzierte sich die Arbeitslosenquote von 2,5 Prozent auf 2,4 Prozent.
Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist in erster Linie saisonal bedingt. Am stärksten zeigte sich dies im Baugewerbe (-211), wo die rückläufigen Zahlen ein Zeichen für eine anhaltend positive Baukonjunktur sind. Bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (-157) sank die Arbeitslosigkeit ebenfalls aus saisonalen Gründen. Unter diese Kategorie fallen unter anderem Temporärarbeitskräfte, der Garten- und Landschaftsbau sowie Gebäude- und Strassenunterhalt. Auch im Gastgewerbe scheint sich die Beschäftigungslage aufgehellt zu haben. Die Zahl der Arbeitslosen sank im Juni um 38.
Arbeitslosenzahlen im Zürcher Oberland
Sowohl im Bezirk Hinwil als auch im Bezirk Uster sind die Arbeitslosenzahlen von Mai auf Juni gesunken. Im Bezirk Hinwil waren Ende Juni 1103 Personen auf Jobsuche. Das sind 49 weniger als im Mai und 490 Personen oder 30,8 Prozent weniger als Ende Juni 2017.
Im Bezirk Uster waren Ende Juni 1736 Personen ohne Arbeit (minus 45 gegenüber Mai 2017 und minus 705 gegenüber Juni 2017).
Im Gegensatz zu allen anderen Bezirken im Kanton ist im Bezirk Pfäffikon ist die Zahl der Arbeitslosen etwas gestiegen: von 525 Personen Ende Mai auf 534 Personen Ende Juni. Das ist ein Anstieg um 1,7 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es noch 789 und damit 32,3 Prozent mehr.
Ein weiterer positiver Hinweis zur Verfassung des Arbeitsmarktes sind die Anmeldungen zur Stellensuche. Der seit Herbst 2017 abnehmende Trend bei den Anmeldungen zur Stellensuche bei den Zürcher RAV hat sich auch im Juni weiter fortgesetzt. Auch die Dauer der Stellensuche war im Juni deutlich rückläufig im Vergleich zum Vorjahresmonat (-5 Prozent). Dennoch fiel der im Juni erfolgte Rückgang der Arbeitslosigkeit weniger stark aus als die aktuellen positiven Konjunkturmeldungen erwarten liessen. Dies ist auch eine Folge erneuter statistischer Anpassungen bei der Erfassung der Arbeitslosen.
Im Kanton Zürich wurde ein Stellenmeldezentrum eingerichtet für die seit Anfang Juli geltende Meldepflicht für offene Stellen in Berufsarten mit schweizweit mindestens 8 Prozent Arbeitslosigkeit. Der Prozess der Meldepflicht ist laut einer Mitteilung gut gestartet – seit dem 1. Juli gingen täglich rund 120 Vakanzen ein, die unter die neue Meldepflicht fallen. Diese Anzahl liegt damit höher als erwartet. (zo)
