Post startet Pilotprojekt in Uster
Das Grau des Betons ist braunen Holzmusterungen gewichen, die dicken Glasscheiben sind verschwunden: Die neue Hauptfiliale der Post in Uster konnte am Montag nach neunmonatigem Umbau der Bevölkerung übergeben werden. «Die Bedürfnisse der Kunden haben sich verändert», sagte Roger Walser, Leiter Region Zürich Nord, in seiner Ansprache. Die Post hatte sich darum für eine Gesamtsanierung des Gebäudes an der Gerichtsstrasse 4 entschlossen und die Fassade energetisch saniert. Die Filiale verfügt auch künftig über einen Postomaten, ein Postfachangebot und einen Geschäftskundenschalter.
Näher am Kunden
Nach der Poststelle in Zürich Neumünster ist die Post in Uster erst die zweite im Kanton, in der ein neues Filialkonzept umgesetzt wird. Dabei werden die klassischen Schalter durch Selbstbedienungszonen ergänzt. Neu ist auch eine Empfangstheke, an der sich die Postkunden etwa über Selbstbedienungs- oder Onlineangebote informieren können. «Die Postmitarbeiter kommen dadurch hinter ihrem Schalter hervor und damit mehr mit den Kunden in Kontakt», sagte Filialleiter Christian Briner. Da mittlerweile viele Einkäufe und Transaktionen bargeldlos erfolgen, verzichte man auf die grossen Sicherheitsgläser, welche Postmitarbeiter und Kunden auch räumlich trennen.
In der neu umgebauten Hauptfiliale ist neben dem Erstling in der Loren auch der zweite «My Post 24»-Automat aufgestellt. Dieser ermöglicht es, Pakete und eingeschriebene Briefe rund um die Uhr aufzugeben und abzuholen. «Mittlerweile gibt es rund 100 solcher Automaten in der ganzen Schweiz», sagte Markus Werner, Verantwortlicher regionale Kommunikation Nord. «Dies nicht zuletzt, weil es gerade für das immer beliebtere Onlineshopping sehr praktisch ist.»
Neue Stadtpräsidentin zufrieden
Beim Eröffnungsrundgang waren verschiedene Gäste aus Wirtschaft und Politik anwesend. Auch die neue Stadtpräsidentin Barbara Thalmann (SP) stattete an ihrem zweiten Tag im Amt der Filiale einen Besuch ab. «Ich sehe das Ergebnis auch zum ersten Mal, es gefällt mir sehr.»
Der Umzug in den anderen Teil des Gebäudes erfolgte am letzten Samstag. Dann wurden auch die letzten Geräte geliefert. «Momentan stehen in den Räumen hinter den Schaltern noch viele Pakete herum – der Betrieb wird sich aber bald einpendeln», sagte die stellvertretende Filialleiterin Monika Widmer. Der Eingang zur Postfiliale hat sich durch die Umbauarbeiten einige Meter in Richtung Bahnhof verschoben, die Öffnungszeiten bleiben gleich.
In einem nächsten Schritt werden die Räume, in denen sich die Postfiliale bisher befand, modernisiert. Die Post plant, ab Frühling 2019 die Fläche im Erdgeschoss an vier Geschäfte zu vermieten, ebenso sind Büroräume im ersten Obergeschoss geplant.
