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Politik

Geplanter Veloweg ruft Naturschützer auf den Plan

Zum zweiten Mal liegt in der Gemeinde Egg das Projekt der Radweglückenschliessung in Richtung Zürichsee öffentlich auf. Vor zwei Jahren verpasste George Angehrn, Präsident des Egger Naturschutzvereins, die Einsprachefrist für das erste Projekt. Nun will er sich für eine andere Variante einsetzen.

Geplanter Veloweg ruft Naturschützer auf den Plan

5,33 Millionen Franken will der Kanton Zürich in die Belagssanierung und Lückenschliessung des Radweges zwischen Egg und Uetikon am See stecken. Damit soll Velofahrern über 1,4 Kilometer eine neue, sichere Veloroute zur Verfügung gestellt werden. Die Kosten für den Veloweg alleine belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Franken. Weiter sind Anpassungen an Bachdurchlässen und Kreuzungen geplant, die Erstellung eines begehbaren Kiesbanketts für Wanderer sowie die Verbreiterung des Gehweges. 

«Versiegeltes» Land

Vor zwei Jahren lag das Vorprojekt auf. George Angehrn, Präsident des Egger Natur- und Heimatschutzvereins, störte sich bereits damals ob den Plänen des Kantons, verpasste jedoch die Einsprachefrist. Seiner Meinung nach könnte auf die Verbreiterung der Strasse verzichtet und dafür der bestehende Chnolliweg zum Veloweg ausgebaut werden. «Dass die Radweglücke geschlossen werden soll, finde ich eine gute Sache», sagte er bereits Anfang 2017. «Aber in einer Zeit, wo in der Schweiz ein Quadratmeter pro Sekunde verbaut wird, finde ich es zwingend, dort wo es möglich ist, dies zu verlangsamen.» Die wachsende Versiegelung der Böden führe dazu, dass bei Regenfällen Bäche sehr schnell und stark anschwellen, da der Boden seine «Schwammfunktion» nicht wahrnehmen könne. «Der bestehende Chnolliweg ist schon versiegelt, auch wenn nicht mit einer Teerschicht.»

Die vom Kanton geplante Linienführung ist im regionalen Richtplan Pfannenstil seit 1998 vorgesehen. Gemäss Velonetzplan handelt es sich bei dieser Route um eine Alltagsroute. «Diese dienen in erster Linie den Pendlern auf dem Weg zur Arbeit oder Ausbildung», sagt Isabelle Rüegg von der Medienstelle der kantonalen Baudirektion. «Eine Alltagsverbindung muss aus Gründen der Attraktivität den Ausgangspunkt möglichst direkt und sicher mit dem Endpunkt verbinden.» Dass tatsächlich so viele Personen die Route als Arbeitsweg benützen, bezweifelt George Angehrn. 

Das Argument der Sicherheit

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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