«Das gab es noch nie», meinten einige Volketswiler, als an der Gemeindeversammlung zusätzliche Stühle aufgestellt werden mussten. In den letzten Jahren bewegte sich die Anzahl anwesender Stimmberechtigten jeweils zwischen 75 und 160, am Freitag strömten 358 Volketswiler in die Halle des Kultur- und Sportzentrum Gires, dazu waren auch die Zuschauerränge gut besetzt.
Sie alle kamen nicht etwa wegen der Jahresrechnung, den Genehmigungen der Bauabrechnung für die Innensanierung des Parkhotel Wallberg oder der Abrechnung des Kredits für den Projektwettbewerb des Pflegezentrum-Neubaus, die allesamt durchgewinkt wurden – sie kamen wegen der Bestimmung des amtlichen Publikationsorgans.
Auch die Jahresrechnung 2017 der Politischen Gemeinde wurde genehmigt. Diese schliesst bei einem Aufwand von rund 56,59 Millionen und einem Ertrag von rund 55,19 Millionen mit einem Minus von rund 1,4 Millionen Franken. Das ist ein um 3,14 Millionen Franken besseres Resultat als budgetiert. Als zweites stand die Genehmigung der Bauabrechnung der Innensanierung des Parkhotel Wallberg an und als letztes Geschäft die Wahl des Wahlbüros für die Amtsdauer 2018 bis 2022.
Heute wird der «Volketswiler», der einmal pro Woche als Zeitung verteilt wird, von der Zürcher Oberland Medien AG produziert. Dass die Volketswiler Bevölkerung mit dem Status Quo unzufrieden ist, zeigte sich unter anderem in der Diskussion, die ganze eineinhalb Stunden dauern sollte.

