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Der lange Weg zum grösseren Autocenter

Vor sieben Jahren hat die Auto-Discount Uster AG ihr erstes Baugesuch für eine Erweiterung ihrer Fläche bei der Autobahnausfahrt Uster Nord eingereicht. Nun wird endlich gebaut.

Beim Auto-Discount Uster haben die Bauarbeiten endlich begonnen. (Archivfoto: Fabio Meier)

Der lange Weg zum grösseren Autocenter

Das lange Warten hat ein Ende: Die Bauarbeiten für die Erweiterung der Auto-Discount Uster AG sind im Gange. Seitdem der Auto-Discount von ihrem ehemaligen Standort in Werrikon zur Autobahnausfahrt Uster Nord umzog, trug er die Idee einer Erweiterung der neuen Fläche mit sich. Dies war vor zehn Jahren. In dieser Zeit reichte er insgesamt drei Baugesuche für ein entsprechendes Projekt ein. Die ersten zwei Baubewilligungen liess er ungenutzt verstreichen (siehe Box). 

Abgespecktes Projekt

Das Gesuch für das Projekt, das aktuell im Bau ist, wurde im August 2017 eingereicht. Warum die einzelnen Fristen nicht genutzt wurden, bleibt weitgehend ungeklärt – die ADU will zu ihren Bauprojekten keine Stellung beziehen. Was genau dazu geführt hat, dass dieses Mal der Baustart erfolgen konnte, kann auch Stefan Reimann, Geschäftsfeldleiter Hochbau und Vermessung bei der Stadt Uster, nicht sagen. Aber: «Das aktuelle Projekt ist im Gegensatz zu den früheren ein abgespecktes, dessen Bewilligung ohne grössere Probleme über die Bühne ging.» In den vorhergehenden Projekten war neben der Tiefgarage mit Stellfläche unter anderem auch eine Tankstelle vorgesehen, die dann wieder wegfiel. 

Zu nahe am Naturschutzgebiet

Auf dem Gelände in Werrikon lagerte der Auto-Discount neben den Gebäuden lange Zeit weiter zahlreiche Autos, was Paul Stopper, Präsident der Gesellschaft für Natur- und Vogelschutz und BPU-Gemeinderat, sauer aufstiess. Er hatte mehrfach verlangt, dass die Autos aus Werrikon verschwinden, da diese zu nahe am Naturschutzgebiet stehen würden. Mittlerweile ist der grösste Teil der Autos aus Werrikon verschwunden. 

Was mit den beiden Firmengrundstücken in Werrikon passieren soll, wenn der Erweiterungsbau in Uster Nord fertiggestellt wird, bleibt ebenfalls unklar. «Das Gebiet liegt in einer kommunalen Ortsbildschutzzone», sagt Stefan Reimann. Als Nutzung wären Wohnräume oder Gewerbe möglich – nicht aber ein Industriebetrieb. «Auch ein Abriss der Gebäude wäre denkbar», sagt er. «Der Neubau müsste dann aber erhöhten Anforderungen entsprechen.»

Ein jahrelanges Hin und Her

2007 zieht die Auto-Discount Uster AG von Werrikon ins Mühleholz bei der Autobahnausfahrt Uster Nord, da sie keine Bewilligung mehr hatte, ihre Autos in Werrikon zu lagern. 
2011 reicht der Auto-Discount ein erstes Baugesuch für den Neubau eines Lagergebäudes auf dem neuen Areal im Mühleholz ein. Dieses wird vom Stadtrat bewilligt, doch die Frist der Baubewilligung von drei Jahren verstreicht ungenutzt. Die Autos bleiben weiterhin in Werrikon stehen. GNVU-Präsident Paul Stopper fordert von der Stadt Massnahmen, 
2016 verschwinden nach mehreren Gesprächen und Drängen der Stadt die Autos vom nördlichen Teil des Grundstücks in Werrikon an einen unbekannten Ort. Ein neues Baugesuch folgt im Juni 2016. Darin enthalten ist die Erweiterung des Autoverkaufscenters mit Ausstellungs- und Lagerfläche für Fahrzeuge sowie eine private Tankstelle. Der Auto-Discounter baute aber wiederum nicht. 
2017 wird ein drittes Baugesuch eingereicht, dabei ist die Tankstelle aus dem Projekt verschwunden, es soll lediglich eine Tiefgarage unter dem bisherigen Schotterplatz gebaut werden und auf deren Dach Autos gelagert werden. Kostenpunkt: 3,5 Millionen Franken. 
2018: Der Baustart erfolgt. (lcm)

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