Rolf* hat von seiner Tochter erzählt. Von der Ohnmacht, die er manchmal gegenüber ihren Forderungen empfindet. Jetzt schweigt er einen Moment. Martin, Reto und Lukas sagen – nichts. «Das ist ein Merkmal unserer Männergruppe. Dass ich über Erlebnisse und Empfindungen sprechen kann und niemand das kommentiert», sagt Rolf.
Der 47-Jährige macht seit Januar in der Männergruppe Uster mit. Jeweils an einem Abend im Monat trifft sie sich im Selbsthilfezentrum Zürcher Oberland. Zur Zeit sind es sechs Mitglieder, zwei sind heute Abend nicht dabei. «Die Gruppe schafft einen Raum, in dem Männer unter sich sind und sich ungestört austauchen können», sagt Martin. Der 56-jährige Architekt hat den Treff vor sechs Jahren gegründet.
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Die Gruppe funktioniert ohne festen Leiter. Abwechselnd übernimmt ein Mitglied die Moderation des Abends. Begonnen wird immer mit einer «Befindlichkeitsrunde». Jeder erzählt, wie es ihm geht und was ihn bewegt.
«Wir sind kein Stammtisch»
Martin, Gründer der Männergruppe Uster

