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Ein Stück Asien in Volketswil

Seit Anfang April bietet die Schwerzenbacherin Chantal Quirici-Tran asiatische Spezialitäten in Volketswil an. Von ihrer Idee musste sie allerdings zuerst das ganze Einkaufszentrum Volkiland überzeugen.

Der Kawaii-Foodtruck ist jeweils von Montag bis Freitag von 11.30 bis 16 Uhr und am Samstag von 11 bis 14 Uhr geöffnet. (Bild: Seraina Boner), Der Kawaii-Foodtruck ist jeweils von Montag bis Freitag von 11.30 bis 16 Uhr und am Samstag von 11 bis 14 Uhr geöffnet. (Bild: Seraina Boner), Der Kawaii-Foodtruck ist jeweils von Montag bis Freitag von 11.30 bis 16 Uhr und am Samstag von 11 bis 14 Uhr geöffnet. (Bild: Seraina Boner)

Ein Stück Asien in Volketswil

Kawaii ist der japanische Begriff für «süss» oder «herzig» – für Chantal Quirici-Tran der perfekte Begriff, um ihr kulinarisches Angebot zu beschreiben. «Auf einer Reise in Japan habe ich das Konzept von Bento-Boxen kennen gelernt: Eltern bereiten ihren Kindern Mahlzeiten zum mitnehmen derart kunstvoll arrangiert zu, dass sie von den Kindern aufgegessen werden – egal wie viel Gemüse darin verarbeitet ist», sagt sie. Seit Anfang April bietet sie vor dem Volkiland selber asiatische Gerichte wie thailändisches Sandwiches, chinesische Dumplings oder Japanische Udon-Nudeln zum Mitnehmen an. Die Speisen bereitet sie komplett in ihrem Kawaii-Foodtruck zu, den sie nach ihren Wünschen anfertigen liess. Vorgekocht wird dabei praktisch nichts. «Aber viel zu rüsten und zu schneiden gibt es», sagt die Schwerzenbacherin. Darum sei sie jeweils ab sieben Uhr im Foodtruck am vorbereiten. «Danach koche ich über Mittag alles à la minute.» 

Halbes Jahr Vorbereitung

Obwohl Chantal Quirici-Tran die Ausbildung zur Kauffrau absolvierte, hat das Kochen sie schon ihr Leben lang begleitet. Ihre Eltern, die selber aus China stammen, führen ein asiatisches Restaurant in Dietikon. «Dieses hätte ich übernehmen können, wenn sie in Pension gehen.» Doch ein eigenes Restaurant sei ein zu grosses Risiko. «Zudem will ich keine 0815-Gerichte kochen, sondern nur das, was mir auch wirklich Spass macht.» 

Mit ihrer bisherigen Tätigkeit als Einkäuferin sei sie schon länger nicht mehr 100 Prozent zufrieden gewesen. «Irgendwann hat es Klick gemacht.» Das letzte halbe Jahr habe sie darum intensiv auf die Eröffnung des Kawaii-Foodtrucks hingearbeitet. «Man unterschätzt den Aufwand», sagt Chantal Quirici-Tran und lacht. Der Standort vor dem Volkiland sei ihr grösster Wunsch gewesen. «Ich wohne zwar in Schwerzenbach, aber dort gibt es keinen passenden Ort für mich.» Darum habe sie alles gegeben, um die Auflagen für den Platz vor dem Volkiland zu erfüllen. «Ich musste ein Konzept erarbeiten, eine Marktanalyse machen und zudem von allen Ladenbetreibern im Volkiland das Einverständnis einholen», sagt sie. 

«Das ist das gute an einem Foodtruck – mit ihm kann ich überall hin!»

Chantal Quirici-Tran

Am ersten Tag sei der Ansturm noch überschaubar gewesen, mittlerweile habe sie bereits einige Stammkunden. «Manche sind schon zwei Mal an einem Tag vorbeigekommen», sagt Chantal Quirici-Tran. «Das gibt mir dann schon ein Glücksgefühl.» Momentan müsse sie noch etwas an ihrem eigenen Timing feilen. «Was mache ich zuerst, wenn zehn Personen gleichzeitig bestellen, damit die Nudeln in der Suppe nicht verkochen? Da braucht es noch etwas Übung.» Momentan seien die chinesischen Dumplings bei den Kunden der Renner und dadurch auch meist als erstes ausverkauft. «Je nach Kundenaufkommen habe ich manchmal schon um 13 Uhr alles verkauft, was ich vorbereitet habe, doch das ist von Tag zu Tag unterschiedlich.»  Obwohl ihr Angebot ziemlich fleischlastig ist, gebe es auch Alternativen für Vegetarier – so etwa Reisbällchen in Panda-Form. 

 

Nächstes Ziel: Streetfood-Festival

Nach der Eröffnung ihres Foodtrucks sei es nun das nächste grosse Ziel, selber einmal bei einem Streetfood-Festival mitzumachen. «Mein Angebot wird sich wohl noch etwas weiterentwickeln – auch saisonal bedingt», sagt sie. Vor dem Volkiland könnte sie rund ein Jahr bleiben, doch bereits nach zwei Monaten werde eine erste Bilanz gezogen. Sollte die Nachfrage der Volketswiler nach ihrem Angebot sinken, könnte sie sich auch vorstellen, zurück in den Kanton Aargau zu gehen, wo sie ursprünglich herkommt. «Das ist das gute an einem Foodtruck – mit ihm kann ich überall hin!»

 

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