Hip Hop leben, nicht nur konsumieren
Ein Open-Mic-Contest, Break-Dance-Darbietungen und Konzerte von verschiedenen Hip-Hop-Bands: Das Winterthurer Nachtleben wird noch ein Stück vielfältiger. Philipp Labhart, Mitglied der Winterthurer Hip-Hop-Band The Legacy, hat die Veranstaltungsreihe «Eine Nacht für Hip Hop» ins Leben gerufen. Diese geht am Samstag, 21. April, im Salzhaus zum ersten Mal über die Bühne.
Den Ursprung hatte der Event am Auftritt von «The Legacy» an den Musikfestwochen im vergangenen Jahr. «Unser Konzert schlug ein wie ein Feuerwerk. Da merkten wir, dass Hip Hop in Winterthur eine grosse Rolle spielt. Diesen Fakt griffen wir auf», erzählt Philipp Labhart.
Das Publikum wird miteinbezogen
«Eine Nacht für Hip Hop» sei aber mehr als bloss eine Party. Der 37-Jährige führt aus: «Vor allem früher war Hip Hop eine Kultur, nicht nur Musik. Es ist uns Veranstaltern deshalb wichtig, dass das Publikum den Abend mitgestaltet und nicht nur konsumiert.»
So zum Beispiel am Open-Mic-Contest: Acht Personen treten gegeneinander an und rappen zu einem Beat, den sie in diesem Moment zum ersten Mal hören. Interessierte wurden über Social Media dazu aufgerufen, sich anzumelden. «Es ist geil, wie viele sich gemeldet haben und vor Publikum rappen wollen. Die Hip-Hop-Kultur in Winterthur lebt», meint Philipp Labhart.
«Einzigartig und ohne Konkurrenz»
Das würden auch die verschiedenen Partys zeigen – Trap an der «Blem» im Kornhaus, Oldschool an der «Rap-History» im Kraftfeld. Trotzdem sehe Philipp Labhart diese Events nicht als Konkurrenz.
«Unsere Party lebt von der Beteiligung der Gäste. Diese Art von Veranstaltung gibt es sonst noch nicht.» Läuft die erste «Eine Nacht für Hip Hop» gut, ist die zweite im Herbst geplant.

