Politik

Fussballer aus Sand und Puderzucker illustriert

Samuel Jordi aus Winterthur durfte eine der 32 WM-Mannschaften für das «Tschutti Heftli», eine Alternative zum Panini-Album, gestalten. Um diese Chance zu erhalten, musste er ein Porträt der Fussballlegende Diego Maradona einreichen. Sein Bild, scheinbar aus Kokain, setzte sich gegen 500 Mitbewerber durch.

Fussballer aus Sand und Puderzucker illustriert

Der Countdown läuft: In 59 Tagen, am 14. Juni, startet die Fussball-Weltmeisterschaft in Russland. Seit 2008 gibt es, alternativ zum Panini-Sammelalbum, das «Tschutti Heftli». Wie auch beim herkömmlichen Sammelheft werden Sticker der Spieler eingeklebt. Jedoch sind es beim «Tschutti Heftli» keine Fotografien, sondern  Illustrationen von Künstlern der ganzen Welt.  

Einer dieser Künstler ist Samuel Jordi aus Winterthur. Er illustrierte die Panamaer. In der Gestaltung sei er frei gewesen. «Ich entschied mich für Porträts aus Sand. Das ist eine Technik, die ich bei Aufträgen nie anwenden würde», so der 40-Jährige. 

Porträtierte auch live erkannt
Umgesetzt hat Samuel Jordi seine Idee im Januar auf den Kanaren. «Dort hatte ich die nötige Zeit sowie den Sand.» Zuerst skizzierte der Winterthurer alle Spieler auf ein Blatt Papier. Dann kam der Sand zum Einsatz. «Männer mit prägnanten Gesichtszügen oder ausgefallenen Frisuren waren einfacher zu gestalten als solche, die ein unauffälliges Gesicht haben.» 

Insgesamt haben die dreizehn Porträts, zwölf Spieler und ein Selbstporträt, circa drei Wochen in Anspruch genommen. Mit dem Endresultat ist Samuel Jordi zufrieden. «Ich schaute im März das Freundschaftsspiel zwischen der Schweiz und Panama. Da erkannte ich die porträtierten Spieler auf den ersten Blick.»
 

«Unauffällige Gesichter sind schwerer zur porträtieren.»

Samuel Jordi, Illustrator aus Winterthur
 

Um überhaupt eine Mannschaft für das «Tschutti Heftli» gestalten zu können, musste jeder Künstler zuerst ein Porträt von Fussballlegende Diego Maradona einschicken.

Samuel Jordi hatte dafür eine ganz spezielle Idee. «Ich griff den Kokainkonsum  von Maradona auf. Daraus gestaltete ich ein Bild, scheinbar aus Kokain. Gearbeitet habe ich mit Puderzucker.»  

Insgesamt wurden 532 Maradona-Porträts eingeschickt. Gewinnen konnten nur 32 – darunter auch das Kokain-Bild von Samuel Jordi. 

Kein monotones Sammelalbum
Diese künstlerische Freiheit in Verbindung mit Fussball sei es, was das «Tschutti Heftli» für den Winterthurer so einzigartig mache. «Jeder Illustrator lässt seinen eigenen Stil einfliessen. Dadurch lebt das Album, es wirkt nicht monoton.»

Wo erhalte ich das «Tschutti heftli» und die Kleber? 

Das «Tschutti Heftli» und die Sticker sind in den Läden Zappa Doing an der Obergasse 5 und Jugglux in der Steinberggasse 63 in Winterthur erhältlich.
Am Sonntag, 22. April, stellt  Samuel Jordi seine Werke im Salon Erika auf der Schützenwiese aus. Diese können während und nach der Partie des FC Winterthurs besichtigt werden. www.tschuttiheft.li

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