Die FDP bleibt die stärkste Partei im Egger Gemeinderat und besetzt nun auch das Präsidium. Als einziger Kandidat drohte Tobias Bolliger keine Konkurrenz, dementsprechend ruhig konnte er das Wahlgeschehen mitverfolgen und wurde nun als Nachfolger von Rolf Rothenhofer (parteilos) bestätigt. Die Sitze von Bauvorstand Silvano Murchini und Sozialvorsteherin Maja Gonseth konnte die FDP durch Erich Haller und Bettina Baumgartner-Huber verteidigen. Maja Gonseth wurde neu in die Sozialbehörde gewählt. «Mit diesem Ergebnis hat die Bevölkerung ein klares Zeichen gesetzt», sagt Tobias Bolliger. «Die liberale Politik hat einen guten Stand in unserer Gemeinde, man schätzt den Pragmatismus und die Kompromissfähigkeit der FDP.»
Die SVP hingegen schaffte es nicht, den Platz von This Menzi zu halten – obwohl sie mit Beat Ritter und Tobias Infortuna gleich zwei Kandidaten ins Rennen geschickt hatten. Mit dem bisherigen Infrastrukturvorstand Markus Ramsauer stellt die SVP damit nur noch einen Sitz in der Egger Exekutive. Ebenfalls für den Gemeinderat kandidiert hatte Tobias Infortuna, Präsident der Egger SVP. «Wenn der Gemeinderat nicht von acht auf sieben Personen verkleinert worden wäre, hätten wir unseren Sitz halten können», sagt er. Wie in vielen anderen Gemeinden sei es auch in Egg der SVP nicht gelungen, die wichtigen Stimmen aus der Mitte abzuholen.
ProEgg mit zweitem Behördensitz
Corinne Huber, die vor vier Jahren als erste Vertreterin der Ortspartei ProEgg in den Gemeinderat einzog, wurde in ihrem Amt bestätigt. Mit Paul Wijnhoven als neu gewähltes Mitglied der Sozialbehörde kann ProEgg nun ihren zweiten Behördenvertreter feiern. Parteipräsident Sergio Oesch, der vor vier Jahren keinen Sitz in der Exekutive erkämpfen konnte und in diesem Jahr für die Rechnungsprüfungskommission kandidierte, gelang der Sprung in die Behörde allerdings nicht.

