Höhere Steuereinnahmen und verzögerte Projekte
Auch im zweiten Jahr der Einheitsgemeinde schliesst die Jahresrechnung der Gemeinde Egg mit einem Gewinn ab. Der Ertragsüberschuss von 3,64 Millionen Franken stellt ein um über 5,4 Millionen Franken besseres Resultat als ursprünglich budgetiert dar. Im Budget 2017 war bei einem Aufwand von rund 48,8 Millionen Franken und einem Ertrag von rund 47,1 Millionen Franken ein Defizit von 1,78 Millionen Franken vorgesehen. Die Rechnung schliesst nun bei einem Aufwand von rund 48,9 Millionen und einem Ertrag von rund 52,5 Millionen Franken bei einem Steuerfuss von 98 Prozent.
Das Nettoergebnis des Aufgabenbereichs Finanzen und Steuern ist rund 5,4 Millionen Franken besser ausgefallen als budgetiert, heisst es in einer Mitteilung der Gemeinde. Die Gemeindesteuern sind um fast 3,2 Millionen Franken höher ausgefallen als geplant, rund eine Million betreffen dabei die Steuern des Rechnungsjahres und fast 2,2 Millionen die Grundstückgewinnsteuern. Aus dem Verkauf des alten Schulhauses in Esslingen resultiert ein Buchgewinn von 1,9 Millionen Franken.
Gestärktes Eigenkapital
In der Investitionsrechnung des Verwaltungsvermögens wurden rund 6 Millionen Franken investiert. Das Budget ging von rund 9,4 Millionen Franken aus. Neben der Verschiebung von diversen kleineren Projekten schlägt vor allem der verzögerte Projektfortschritt beim Bau der Unterniveaugarage Rietwis, dem Bau des Chilbiplatzes sowie bei der Verlegung der EKZ-Trafostation im Zentrum mit insgesamt 2,1 Millionen Franken zu Buche. Somit reduzieren sich auch die Abschreibungen um rund 370’000 Franken.
«Der Gemeinderat zeigt sich sehr erfreut über dieses Rechnungsergebnis», heisst es in der Mitteilung. Im Hinblick auf die in den kommenden Jahren zu erwartenden Investitionen für die Erneuerung des Schulraums könne mit diesem Ertragsüberschuss das Eigenkapital gestärkt werden. Dieses beträgt neu rund 55,1 Millionen Franken. «Es darf jedoch auch nicht vergessen werden, dass die hohen Erträge aus den Grundsteuern sowie der Ertrag aus dem Landverkauf nicht jedes Jahr in derselben Höhe fliessen werden.»
Die Egger Gemeindeversammlung befindet am 11. Juni über die Jahresrechnung 2017. Für das Jahr 2018 ist bei einem Aufwand von 50,2 Millionen und einem Ertrag von 48,7 Millionen Franken ein Minus von rund 1,5 Millionen Franken vorgesehen. (zo)
