Die Stadt an der Glatt wächst vor allem an den Rändern massiv. Unterstützen Sie eine weitere Urbanisierung oder soll Dübendorf im Kern ein Dorf bleiben?
Dominic Müller: Die Stadt Dübendorf wird in Zukunft noch städtischer werden. Nun müssen wir uns um die Qualität dieser Entwicklung kümmern. So wird es uns auch gelingen, in unserem Zentrum auch noch etwas Dorfatmosphäre bewahren zu können.
Entgegen den Plänen von Bund und Kanton will der Stadtrat die Privatfliegerei vom Flugplatz Dübendorf fernhalten. Ist das Wunschdenken oder lohnt sich der Kampf?
Mit dem Konzept des historischen Flugplatzes mit Werkflügen hat der Bund die einmalige Gelegenheit eine Nutzungsform zu wählen, die von der Bevölkerung getragen wird. Es ist auch das einzige Konzept, das eine optimale Kombination mit dem Innovationspark ermöglicht. Daher hat das Konzept gute Chancen.
«So kann der Pioniergeist aus den Anfängen der Fliegerei wieder aufleben.»
In den nächsten Jahren kommen grosse Investitionen auf Dübendorf zu. Was ist nötig, damit die Stadt das finanziell verkraftet?
Im Idealfall werden steigende Steuererträge aus dem Wachstum der Stadt diese Investitionen abfedern. Sollte dies nicht der Fall sein, braucht es zusätzliche, temporäre Steuererhöhungen mit konkretem Bezug zu den Investitionsprojekten, damit diese finanziert werden können.

