Wechsel an der Spitze nach 16 Jahren
In der Egger Exekutive stehen grosse Wechsel an. Vier der amtierenden Gemeinderäte ziehen sich aus dem Gremium zurück: Gemeindepräsident Rolf Rothenhofer (parteilos), Gesundheitsvorstand Matthias Menzi (SVP) und Bauvorstand Silvano Murchini (FDP). Sozialvorsteherin Maja Gonseth (FDP) kandidiert für die Sozialbehörde statt den Gemeinderat.
Dominiert werden die Wahllisten wie bereits vor vier Jahren von der SVP und der FDP. Mit Corinne Huber zog 2014 der im Winter 2012 gegründete politische Verein ProEgg in den Gemeinderat ein. Diesen Sitz will sie nun verteidigen. Sergio Oesch, Präsident von ProEgg, kandidierte für die letzten Wahlen noch als Gemeinderat, in diesem Jahr will er einen Platz in der Rechnungsprüfungskommission (RPK) erobern, sein Kollege Paul Wijnhoven will die Partei neu in der Sozialbehörde vertreten. Für die SVP tritt Infrastrukturvorstand Markus Ramsauer erneut an.
«Vier für Egg»
Zudem will die Partei den Sitz von Matthias Menzi durch ein Zweierticket verteidigen: Tobias Infortuna, der die örtliche SVP präsidiert, sowie Landwirt und Polit-Neuling Beat Ritter. Neu für den Gemeinderat kandidieren Bettina Baumgartner-Huber und Erich Haller für die FDP, sowie der parteilose Christoph Domeisen. Er bildet zusammen mit Schulpräsidentin Beatrice Gallin und den bisherigen Schulpflegern Urs Rehhorn und Philipp Märki den parteilosen Zusammenschluss «Vier für Egg». Sowohl Gallin als auch Märki traten im Sommer aus der FDP aus und wollen ihre Ämter nun als Parteilose verteidigen.
Der heutige Vize-Präsident und Finanzvorstand Tobias Bolliger (FDP) dürfte als neuer Gemeindepräsident so gut wie gewählt sein, ist er doch bisher der einzige Interessent für die Nachfolge von Rolf Rothenhofer, der das Amt vier Legislaturen inne hatte. Für Bolliger als derzeit dienstältesten Gemeinderat wäre 2018 bis 2022 die fünfte Legislatur.
Reduktion der Sitze
Durch die Einführung der Einheitsgemeinde im Januar 2016 besteht der Gemeinderat aktuell aus acht Personen, da Schulpräsidentin Beatrice Gallin (parteilos) von Amtes wegen in der Exekutive Einsitz nahm. In der neuen Legislatur wird der Gemeinderat wieder auf sieben Sitze verkleinert. Gallin trat im Sommer aus der FDP aus und will ihr Amt nun als Parteilose verteidigen. Den Platz macht ihr CVP-Mann Stefan Gnädinger allerdings strittig. Das Präsidium wäre Gnädingers erstes politische Amt, für Gallin wäre es die dritte Legislatur in der Schulpflege. Bereits vor vier Jahren wurde sie von Dieter Ochsenbein (ProEgg) herausgefordert, konnte sich jedoch im Wahlkampf gegen ihn durchsetzen. Für die Schulpflege buhlen insgesamt sieben Kandidaten um die fünf Sitze.
Kampfwahl um RPK-Mandate
In der RPK ist der amtierende Präsident Beat Rüegg (SVP) der einzige Kandidat für den Posten. Neu in die RPK einziehen will neben Sergio Oesch auch Reto Furrer (FDP). Zusammen mit den Bisherigen Beat Gassmann (SVP), Jenny Waldvogel (parteilos) und Regula Zündorf (parteilos) interessieren sich somit sechs Personen für die fünf zu vergebenden Sitze.
In der Sozialbehörde, der Baukommission, sowie der Evangelisch-Reformierten Kirchenpflege kommt es nicht zu Kampfwahlen. Kirchenpflegepräsidentin Esther Feller stellt sich erneut zur Wahl.
Unter diesem Link bietet die Zürcher Oberland Medien AG ihrer Leserschaft ein Verzeichnis aller Kandidatinnen und Kandidaten der anstehenden Behördenwahlen. Jede Kandidatur wird später mit der erreichten Stimmenzahl ergänzt. Die Website ist damit die einzige Plattform, auf der am Wahltag sämtliche Resultate der Region abrufbar sind.
