Ein neues Programm zum 60. Geburtstag
Massimo Rocchi ist ein Alleskönner. Ob gesprochene Sprache oder Körpersprache, Pantomime oder Schauspielerei: Der in Italien geborene Schauspieler und Komiker verzückt sein Publikum auf verschiedene Arten.
Seit dreissig Jahren steht Massimo Rocchi auf der Bühne, am 11. März feiert der Basler seinen 60. Geburtstag. Diesen feiert er mit seinem neuen Programm «Best of 6zig». Neue Pointen, aber auch alt bekannte Nummern nehmen den Besuchern mit auf eine Reise durch die Welt des Kabaretismus. Am Freitag, 2. und Samstag, 3. März, tritt Massimo Rocchi in Winterthur auf.
Ihr neues Programm ist eine Anlehnung an Ihren sechzigsten Geburtstag. Wie halten Sie sich jung?
Massimo Rocchi: Jung bleibt niemand, jedoch kann man sich bemühen fit und offen für Neues zu bleiben. Vielleicht mein Traumberuf, dessen Verb «spielen» ist. Kind möchte ich bleiben, aber nicht zwanghaft jung.
Sie haben fast Ihr halbes Leben auf der Bühne verbracht. Wie haben Sie es geschafft, dass Ihnen das Showbusiness nicht verleidet ist?
Teamarbeit ist für mich A und O. Wenn ich allein meinen Job ausgeübt hätte, wäre ich ein Hamster im Rad geworden. Theater ist hinter und vor den Kulissen eine Teamarbeit. Dazu mag ich sehr das Gefühl der Zugehörigkeit. Vor zwei Wochen habe ich in München in der «Lach und Schliessgesellschaft» gespielt. Nach meiner Vorstellung um 22:30 Uhr ging ich nebenan ins Luspielhaus Theater. Die Kolleginnen und Kollegen erkannten mich und luden mich spontan ein, auf der Bühne 10 Minuten zu spielen.
Seit mehr als dreissig Jahren sind Sie als Komiker und Schauspieler unterwegs. Was hat sich in dieser Zeit an Ihrem Humor und jenem der Zuschauer verändert?
Ein ähnlicher Theatertext variiert jeden Abend nur dank des Publikums, fast wie im Leben. Man fängt mit dem gleichen Espresso oder Tee jeden Tag an und weiss man nicht, was uns der Tag bringen wird.
Ein Auszug aus einem älteren Programm von Massimo Rocchi. (Video: youtube.com)
Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Winterthur?
Zwei positive Erinnerungen. Ich spielte 2003 im Circus Knie in Winterthur. Freunde aus Italien besuchten mich mit Ihren Kindern. Sie waren begeistert von der Stadt und dem Kinderspielraum in der Fussgängerzone. Das zweite, der Besuch des Technorama, Bravo Winterthur!
Welche Ziele haben Sie für die nächsten sechzig Jahre?
Beruflich weiter für mein Publikum spielen zu dürfen und darüber hinaus in einer Schauspielschule Komik zu unterrichten und im Leben nie sagen «Früher war alles besser».
«Best of 6zig» von Massimo Rocchi. Freitag und Samstag, 2. und 3. März im Theater Winterthur. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Gewinnen Sie hier zwei Tickets für die Vorstellung am 2. März.

