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Politik

«Solche Zwischenfälle kommen meist in Wellen»

Die neuen Bushaltestellen «Sternen» im Volketswiler Ortsteil Gutenswil wurden schon mehrmals von Vandalen beschädigt und beim Schulhaus kam es zu Schmierereien. Heinz Petrig, Präsident des Dorfvereines, vermutet einen Zusammenhang.

Heinz Petrig hat einen klaren Verdacht: «Gutenswil ist nicht so einfach erreichbar. Wenn mitten in der Nacht etwas passiert, dann stecken meist Einheimische dahinter.» Passiert ist in den letzten zwei Monaten mehrfach dasselbe: Unbekannte haben Glasscheiben an den beiden neuen Sternen-Bushaltestellen zerstört. «Rund um die Haltestellen sind die Bauarbeiten noch nicht einmal abgeschlossen und schon haben Vandalen gewütet. Das ist einfach unnötig», sagt Petrig, seit einem Jahr Präsident des Dorfvereins Gutenswil. Er vermutet, dass so lange gegen die Scheibe geschlagen wurde, bis diese sich aus ihrer Halterung löste, zu Boden fiel und zerbarst. 

Präsenz markieren

Die Vorfälle bei den Bushaltestellen sind nicht die einzigen. So wurden beim Schulhaus Gutenswil im gleichen Zeitraum Wände verschmiert. «Solche Zwischenfälle kommen meist in Wellen», sagt Heinz Petrig. Seine Vermutung: Gruppen von Jugendlichen begehen aus purem Leichtsinn und wohl auch aus Langeweile solche Taten. «Das geht dann einige Wochen so, danach ist dann meist wieder für ein paar Jahre Ruhe.» 

Um solchen Trends entgegen zu wirken, hat der Dorfverein vor einiger Zeit die Bürgerpatrouille Gutenswil ins Leben gerufen. «Auf diesen Rundgängen treffen wir ab und zu auf Jugendliche, die herumlungern und oft alkoholisiert sind», sagt Petrig. Bei einem solchen Zusammentreffen suche man meist das Gespräch mit den Jugendlichen. «Damit machen wir ihnen klar, dass wir sie kennen, falls etwas passieren sollte.»

Die drei Glasscheiben wurden mittlerweile ersetzt, wie Roger Letter, Abteilungsleiter Tiefbau und Werke, auf Anfrage mitteilt. Zudem stellt er richtig: «Eine Scheibe löste sich während des Sturmes Anfang Jahr, konnte jedoch unbeschadet wieder in der Halterung festgemacht werden.» Zwei weitere Vorfälle seien jedoch auf Vandalismus zurück zu führen. «Die Kosten für den Ersatz der Scheiben halten sich zum Glück in Grenzen, da es sich um Standardscheiben handelt, die nicht speziell angefertigt werden müssen», sagt Letter. Noch sei nicht klar, wie hoch die Kosten dieses Mal ausfallen. «Wir rechnen aber schon mit mindestens 2500 Franken pro Scheibe.» Die Vorfälle seien auch bei der Polizei angezeigt worden.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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