130 Asylplätze müsste die Gemeinde Volketswil eigentlich zur Verfügung stellen. So will es die im Kanton Zürich geltende Aufnahmequote von 0,7 Prozent der Einwohnerzahl – in Volketswil aktuell zirka 18'600 Personen. Die Platzzahl eines Durchgangszentrums wird einer Standortgemeinde jedoch an die Aufnahmequote angerechnet.
Das kantonale Durchgangszentrum an der Kindhauserstrasse in Hegnau ist für Volketswil darum eine grosse Entlastung. Die Asyl Organisation Zürich nutzt die Räumlichkeiten seit 1999 im Auftrag des Kantonalen Sozialamtes. Von den 175 Plätzen werden 17 für den kommunalen Bedarf im Sozialwesen mitbelegt. Nun wurde der Mietvertrag gekündigt, da der Eigentümer eine umfassende Sanierung plant.
Parzelle in der Industriezone
«Ein Durchgangszentrum ist für die Gemeinde die deutlich kleinere Belastung und kostengünstiger, als eigene Asylplätze zur Verfügung zu stellen und betreuen zu müssen», sagt Gemeindeschreiber Beat Grob. Der Gemeinderat habe darum dem Regierungsrat das Angebot gemacht, ein geeignetes Grundstück für einen neuen Standort zur Verfügung zu stellen. Nun teilt er mit, wo das neue Durchgangszentrum gebaut werden soll: An der Tolackerstrasse – keine 500 Meter vom heutigen Durchgangszentrum entfernt.
«Zuerst muss die Gemeindeversammlung einer Umzonung zustimmen, damit dort überhaupt Personen wohnen dürfen.»
Beat Grob, Gemeindeschreiber Volketswil

