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Politik

Ein Schulpräsident, der kein Schulhaus betreten darf?

Die amtierende Schulpräsidentin Rosmarie Quadranti (BDP) übt scharfe Kritik am parteilosen Peter Schnetzler, der für das Schulpräsidium kandidiert. Man habe eine Zusammenarbeit mit ihm wegen anzüglichem und diskriminierendem Verhalten beenden müssen.

Er wollte gemäss eigenen Aussagen den «Wahlkampf aufmischen». Dieses Ziel hat Peter Schnetzler, der sich am 15. April zur Wahl als neuer Schulpflegepräsident stellt, bereits erreicht. Während die beiden anderen Kandidaten Yves Krismer (FDP) und Sabine Wegmann (parteilos) ihre Motivation betonen, wie sie die Volketswiler Schulen voranbringen wollen, schlägt der 75-jährige Schnetzler einen anderen Ton an: Er kritisiert die Qualität sowohl von Lehrern als auch von Behörden, bezeichnet seine Kandidatur als «Trotzreaktion» (wir berichteten). 

Anzügliche Bemerkungen

Nun meldet sich die amtierende Schulpräsidentin Rosmarie Quadranti (BDP) zu Wort. «Bestimmte Aussagen von Peter Schnetzler dürfen nicht unwidersprochen bleiben und müssen im Namen der Schule richtiggestellt werden», sagt sie. So sei es nicht richtig, dass Peter Schnetzler ehrenamtlicher Hilfslehrer war, wie er es angegeben hatte. «Diese Funktion gibt es gar nicht», sagt Quadranti. Korrekt sei er für einige Zeit als Schulsenior ehrenamtlich in den Schulen tätig gewesen, unterstützte also die Lehrer in ihrem Alltag. «Wir untersagten Herrn Schnetzler dann aber diese Tätigkeit, weil Reklamationen eingingen.»

«Ein solches Verhalten wird nicht geduldet.»

Rosmarie Quadranti, Schulpräsidentin

Die Vorwürfe: Schülerinnen fühlten sich durch Schnetzlers Blicke auf ihre Oberweite und anzügliche Bemerkungen belästigt. Die Schulleitung habe entsprechende Meldungen von Familien erhalten. «Auch diskriminierte er Lehrerinnen durch abschätzige Bemerkungen», sagt Quadranti weiter. «Er mischte sich in den Unterricht auf unzulässige Weise ein und beschimpfte die Qualität des Unterrichts und der Lehrpersonen, wenn sie nicht seinem Bild von gutem Unterricht oder einer guten Lehrerin entsprachen – auch vor Schülerinnen und Schülern.» 

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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