Am Mittwoch werden Sie zum ersten Mal ein Konzert im Dunkeln geben – ist ein erfahrener Musiker noch nervös, einen falschen Ton auf der Gitarre zu treffen?
Fabe Vega: Eher gespannt als nervös. Falsche Töne treffe ich selbst wenn ich etwas sehe ab und zu (lacht). Ich bereite mich natürlich gut auf das Konzert vor und habe mentale Sicherheiten eingebaut, sodass ich keine Angst vor dem Versagen haben muss, sondern selber auch dieses spezielle Erlebnis erspüren und gestalten kann.
Abgesehen von den Griffen, was ist für Sie die Herausforderung bei einem solchen Konzert?
Ich habe den Ruf, mein Publikum schon rein durch meine Energie auf der Bühne mitzureissen. Wenn das Visuelle wegfällt, werde ich diese Begeisterung um so mehr über die Musik zu kommunizieren versuchen. Ausserdem fällt die visuelle Kommunikation mit meinen Musikern weg, was die grösste Herausforderung darstellen wird. Zwar sind wir sehr eingespielt, wir spielen aber selten einen Song zweimal genau gleich. Mittlerweile haben sich einige Zeichen eingebürgert, mit denen wir angeben, in welche Richtung der Song gehen soll. Mir ist wichtig, das Potenzial dieser ausserordentlichen Situation auszuschöpfen und ich will auch an diesem Konzert den Songs eine gewisse Offenheit geben. Darum wird es viel Gespür brauchen, das Set gemeinsam zu gestalten.
Inwiefern stimmen Sie die Setlist auf den Valentinstag ab?

