Pfusch am Volketswiler Gemeindehaus
«Hätten wir mit dem Bezug des neuen Gemeindehauses gewartet, bis alle Mängel behoben sind, wären wir heute noch nicht eingezogen», sagt Beat Grob, Gemeindeschreiber von Volketswil. Die Mängelbehebung des Gemeindehauses, das im März 2014 fertig gebaut wurde, stellt sich als zeitintensiver heraus, als gedacht – und das obwohl bei der Abnahme und dem Bezug im April 2014 die über 170 Mängel bereits bekannt waren.
Der Bau des neuen Gemeindehauses wurde mittels Totalunternehmer-Werkvertrag vergeben. Mit diesem Vertrag übertrug die Gemeinde dem Totalunternehmer die Planung und die schlüsselfertige Ausführung. Trotz intensiver Begleitung durch die Baukommission, einem Bauherrenvertreter und der Projektgruppe konnte die Gemeinde aber bei vielen wichtigen Ausführungsfragen während des Baus nicht wie erwartet aktiv mitentscheiden. «Manche Mängel sind wohl auf diese fehlende Mitsprache zurückzuführen», sagt Beat Grob.
Zu kalte Räume
So etwa die ungenügende Heizleistung der Wärmepumpe. Diese musste bereits zu Lasten des Unternehmers ausgewechselt werden, da im Winter die Gemeindeangestellten über zu niedrigere Temperaturen klagten. «Nun müssen wir überprüfen, ob die neue Wärmepumpe die Anforderungen erfüllt», sagt Grob.
Doch dafür muss es erst einmal richtig kalt werden. «Wir brauchen Aussentemperaturen von minus 8 Grad Celsius – die gab es diesen Winter noch nicht.» Zudem darf der Raum, in dem die Messungen stattfinden, nicht durch Menschen oder Computer erwärmt werden. «Das beeinflusst dann auch das Tagesgeschäft, wenn gewisse Räume nicht benutzt werden dürfen», sagt Grob.

