Eine Show, die Kinderträume erfüllt
«Es war 2012. Ich hörte im Auto die Musik von Andrew Bond und da kam sie mir, die Vision von einem Eisfeld mit Kindern und Live-Musik.» So beschreibt Nicole Brüngger den Ursprung des Eiskunstlaufspektakels Kids on Ice.
«Ich kam nach Hause und unterbreitete die Idee meinem Mann Adrian. Er war begeistert und so begannen wir, den Stein ins Rollen zu bringen», erzählt die 40-Jährige. Dafür holte sie den Kinderliedermacher Andrew Bond sowie die Firma Freddy Burger Management an Bord. Adrian Brüngger übernahm den finanziellen Teil.
«Zusammen entwickelten wir ein Konzept, Andrew Bond war für die musikalische Begleitung tätig. Über all die Jahre wurde Kids on Ice zum Herzensprojekt», so Nicole Brüngger.
Am Sonntag, 8. April, geht die dritte Ausführung von Kids on Ice über die Bühne. Neben 200 Eisläufern und der Schweizermeisterin Alexia Paganini sind dieses mal noch 200 Nachwuchsstepptänzer und der elffache Stepptanzweltmeister Daniel Borak dabei. Zusammen führen die rund 400 Kinder die von Andrew Bond geschriebene Heidi-Geschichte auf.
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Vom Deutweg ins Hallenstadion
Der Event wird im Hallenstadion veranstaltet, über 9000 Zuschauer können die jungen Eiskunstläufer bewundern. Das war nicht immer so. «Das erste Kids on Ice fand noch im Deutweg Winterthur in einem kleinen, aber feinen Rahmen statt», erinnert sich Nicole Brüngger.
Sie selber ist Eislauftrainerin der Winterthurer Firma Skatemotion und kannte den Veranstaltungsort bestens. Als die Show 2014 in Winterthur ein Erfolg war, beschlossen die Beteiligten, sie 2016 fortzuführen.
Sponsoren blieben aus
Dieser Entscheid brachte viele Herausforderungen mit sich. Unter anderem was den Ort der Veranstaltung anbelangte: «Wir fanden keine Sponsoren für das zweite Kids on Ice in Winterthur. Es wollte uns niemand unter die Arme greifen.»
Eine Planänderung musste her, doch wohin mit einem bereits durchdachten Event? «Wir merkten, dass die Sponsoren für Events im Hallenstadion offener waren. Also entschieden wir uns, die Veranstaltung nach Oerlikon zu verlegen.»
«Die Kinder lassen sich von nichts aus der Ruhe bringen. Sie ziehen ihre Show durch.»
(Nicole Brüngger, Initiantin Kids on Ice)
Eine Planänderung mit Risiko
Der Schritt habe ein grosses Risiko für die Show mit sich gebracht. «Wir wussten nicht, ob wir eine solche Halle wirklich füllen werden», so die 40-Jährige.
Die Showelemente wurden der Location angepasst, die Kinder entsprechend vorbereitet. «Ich machte mir Sorgen, dass sie sich von den vielen Zuschauern verunsichern lassen», gibt Nicole Brüngger zu.
Doch ihre Bedenken seien völlig unbegründet gewesen, die rund 200 Läufer hätten eine wunderbare Show gezeigt. «Es konnte sie nichts aus der Ruhe bringen. Als Andrew Bond etwas länger mit dem Publikum aktiv war, improvisierten die Kinder auf dem Eis, bis die Nummer weiterging. Das hat mich sehr beeindruckt und stolz gemacht.»
Glänzende Augen nach der Show
Die Zukunft von Kids on Ice hängt zum Teil von der diesjährigen Show ab. «Wir müssen möglichst viele Elter, Grosseltern und sonstige Personen mit dem Kids-on-Ice-Fieber anstecken und zum Ticketkauf animieren», so Nicole Brüngger.
Nach der Show werde dann Bilanz gezogen und entschieden, ob es in zwei Jahren wieder ein Kids on Ice geben wird. «Ich wünsche es mir sehr. Das Projekt darf nicht aussterben.» Die Show erfülle vielen Kindern ihren Traum, einmal vor grossem Publikum aufzutreten.
«Die jungen Läufer sind nach der Aufführung völlig überwältigt. Und nicht nur die Kinder, sondern auch die Besucher, kaum ein Auge bleibt trocken. Diese Emotionen sollten noch viele weitere Kinder und Besucher erleben dürfen», sagt Nicole Brüngger hoffnungsvoll.
Kids on Ice – «Heidi». Sonntag, 8. April, ab 15.30 Uhr im Hallenstadion Oerlikon. www.kidsonice.ch

