Musik, die Dunkel ins Licht bringen soll
Philipp Saner hat sein Leben der Musik verschrieben. Der 26-Jährige Zürcher studierte an der Zürcher Hochschule der Künste und machte dann seinen Master of Arts in Jazzgitarre. Mittlerweile ist er Mitglied in mehreren Bands, aber auch als Solomusiker unterwegs. Am Montag, 15. Januar, kommt der Zürcher unter dem Pseudonym Silent Neighbour in den Portier in Winterthur.
Herr Saner, wie hat die Musik Ihren Weg zu Ihnen gefunden?
Philipp Saner: Ich war ein sehr musikalisches Kind. Mit sieben Jahren begann ich Klavier zu spielen. Die grösste Freude bereitete mir aber schon damals das Komponieren von eigenen Liedern. Diese Leidenschaft blieb und ich machte sie zum Beruf.
Wie würden Sie Ihren eigenen Musikstil beschreiben?
Man könnte den Stil melancholischen Pop nennen. Ich stelle die Lyrics in den Mittelpunkt, diese erzählt Geschichten. Künstler wie David Bowie, aber auch Ed Sheeran inspirieren mich. Die Message und die Melodien sind schwer, aber nicht depressiv.
Dreams of Anna – eines der schweren, aber schönen Lieder von Silent Neighbour:
(Quelle: Youtube)
Silent Neighbour möchte mit seiner Musik Dunkel in das Licht bringen. Wie ist diese umgekehrte Redewendung zu verstehen?
Sie soll einen Gegensatz darstellen. Meine Musik ist schwer und melancholisch, der Hörer muss sich zuerst einfinden. Die Welt um uns herum ist umgekehrt: Schnellebig, ein Trend folgt auf den nächsten. Meine Musik soll zeigen, dass man sich auch einmal Zeit nehmen darf für etwas, das einem gefällt.
Wie sehen Ihre musikalischen Zukunftspläne aus?
Momentan arbeite ich an einer neuen Silent-Neighbour-Veröffentlichung. Ich bin noch nicht sicher, ob als EP oder Album – aber es kommt etwas von mir!
Welche Erinnerungen haben Sie an bisherige Auftritte in Winterthur?
Das Publikum habe ich als unkompliziert und offen behalten. Ich freue mich sehr auf den Auftritt – vor allem, da ich noch zwei Überraschungsgäste mitnehme.

