Im Dezember gab Rosmarie Quadranti (BDP) bekannt, dass sie nicht für eine erneute Amtszeit als Volketswiler Schulpräsidentin kandidieren werde (wir berichteten). Nun stehen die potenziellen Nachfolger bereit – und es sind nicht wenige: Sowohl der bisherige Schulpfleger und Finanzvorstand Yves Krismer (FDP) als auch die beiden neuen, parteilosen Kandidaten Peter Schnetzler und Sabine Wegmann wollen die amtierende Schulpräsidentin beerben.
Vorwürfe an Kollegen
Die Kandidatur von Krismer sei es gewesen, die für Quadranti den Ausschlag für ihren Entscheid gegeben habe, nicht mehr zur Wahl anzutreten. Dies teilte sie im Dezember überraschend mit. Dabei schoss sie sowohl gegen ihren Schulpflegekollegen Walter Eicher (SVP) als auch gegen den neuen FDP-Kandidaten Krismer. Nachdem Eicher 2010 gegen Quadranti bei der Wahl des Präsidiums unterlag, habe die Zusammenarbeit in den folgenden Legislaturen nicht mehr funktioniert. Bereits der Wahlkampf sei geprägt gewesen von persönlichen Angriffen, sagte Quadranti im Dezember. Eine Wiederholung der Geschichte befürchte sie mit Yves Krismer und verzichte darum auf eine erneute Kandidatur nach 16 Jahren als Schulpflegepräsidentin.
Der erfahrene FPD-Mann
Ende Dezember wollte sich Krismer noch nicht zu Quadrantis Aussagen äussern. Auch jetzt hält er sich zurück. «Das Wichtigste ist, dass das Gremium funktioniert, und das tut es», sagt er auf Anfrage. Eine Diskussion über die vergangenen Geschehnisse hält er für unnötig, will lieber nach vorne schauen. «Ich bin seit vier Jahren Finanzvorstand und möchte auch in Zukunft die Herausforderungen der steigenden Schülerzahlen, des Lehrermangels und der Schulraumsituation anpacken», sagt er. Mit seiner Kandidatur hätte er und die FDP eine Alternative zur langjährigen Schulpräsidentin bieten wollen. «Dass sie auf eine erneute Kandidatur verzichtet, hat mich eher überrascht», sagt Krismer.

