Politik

«Pop berührt mich am meisten»​​​​​​​

In zwei Wochen tritt Anna Schmid im Hallenstadion auf. Die Fehraltorferin, die sich Anna Smith nennt, erklärt, wie ihre Songs entstehen und wie sie sich ihre Zukunft vorstellt.

«Pop berührt mich am meisten»​​​​​​​

Sie werden bald im Hallenstadion auftreten. Wie kam es dazu?

Anna Smith: Ich wurde von der Youtuberin «Cielle Noire» angefragt, die die «Tubecon» mitorganisiert. Sie kannte meine Songs schon vor der Veröffentlichung und verhalf mir zum Auftritt. Die «Tubecon» ist der grösste Social-Media-Event Europas. Am 29. Dezember findet er zum ersten Mal in der Schweiz statt. Dabei darf ich um 16.33 Uhr drei selbst geschriebene Songs performen. Auf der Bühne werde ich dabei durch eine Tanzchoreographie von «New Dance Center Basel» unterstützt.

Welche Lieder werden Sie singen?
Drei Lieder werde ich vorstellen. Der erste Song «Paperwall» ist am 8. Dezember erschienen. «Cold» wird morgen Freitag veröffentlicht. «Nobody Else», mein Liebling unter den drei Liedern, wird das allererste Mal im Hallenstadion zu hören sein.

Von was handelt der Song?
In dem Song geht es darum, dass man stolz darauf sein kann, einzigartig zu sein. Und dass man Glück hat, wenn man sich nicht in eine gesellschaftliche Schublade hineinzwängen lässt. Fokussiert man sich auf das Positive im Leben, erreicht man grossartige Dinge. Wichtig ist dabei, sich nicht von negativen Gedanken oder Meinungen anderer beeinflussen zu lassen, sondern seinen eigenen Weg zu gehen und den Glauben an sich selbst nie zu verlieren.

Sie setzen mittlerweile hauptsächlich auf Popmusik. Weshalb?
Popmusik berührt mich am meisten, auch wenn ich ebenso Klassik und Jazz singe. Pop ist die Musik, die ich am liebsten höre und in der ich meine Vorbilder finde. Ich bin mit der Musik von Christina Aguilera, Mariah Carey und Ariana Grande aufgewachsen – das prägt einen. Zudem fällt es mir in diesem Genre leichter, Songs zu schreiben und mich auszudrücken.

Was ist wichtiger, der Text oder die Melodie?
Die Kombination. Meistens gehe ich von einer Harmonie aus, auf welche ich dann eine Melodie aufbaue. Nachdem ich das musikalische Grundgerüst habe, schreibe ich einen Text auf die Melodie über etwas, das mich gerade beschäftigt. Oder ich verfasse eine Message, die ich den Zuhörern weitergeben möchte. Nachdem ich Akkorde, Text und Melodie geschrieben habe, mache ich eine Aufnahme in einem kleinen Home-Studio und sende sie an einen guten Freund, Michael Gubler, einen jungen und sehr talentierten Produzenten, weiter. Wir fingen vor zwei Jahren an, zusammen Songs zu machen und er produziert im Moment auch alle Instrumentals zu meinen Songs.

Was erhoffen Sie sich für die Zukunft?
Mit meiner Musik weiter zu kommen und sie irgendwann zu meinem Beruf machen zu können. Ich möchte mit meiner Musik etwas in der Gesellschaft auslösen und für mehr Toleranz sorgen.

Die «Tubecon» findet am Freitag, 29. Dezember, von 14 bis 21 Uhr im Hallenstadion statt. Anna Smith tritt um 16.33 auf. Tickets sind unter www.ticketcorner.ch erhältlich.

Frühes Talent

Anna Schmid fing in der ersten Klasse mit Klavierspielen an, in der vierten mit Gitarre. Ihre Eltern sind Berufsmusiker. Ab der sechsten Klasse nahm die 19-jährige Fehraltorferin mit Walliser Wurzeln klassischen Gesangsunterricht und begann, Songs zu schreiben. Schmid hat die Fachmatura und arbeitet in einer Institution für Kinder mit einer Beeinträchtigung.

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